Kunststoffwellplatten verlegen - Tipps

Kunststoffwellplatten sind vielseitig als Terrassenüberdachung oder bei der Garage einsetzbar, müssen jedoch für eine lange Lebensdauer richtig verlegt werden


Die Einsatzmöglichkeiten von Kunststoffwellplatten sind sehr breit gefächert und erlauben selbst dem Hobbyhandwerker eine schnelle Überdachung zu bauen. Damit diese auch lange hält, sowohl bei Wind und Regen, als auch bei Schnee, müssen die einzelnen Platten jedoch richtig verlegt werden.

Vorbereitung

  • Je nachdem, in welcher Region man wohnt, sollte man die richtige Dicke für die Wellplatten wählen, damit diese einem starken Wind oder viel Schnee ohne Probleme standhalten. Sie sollten auch keiner prallen Sonne für länger ausgesetzt werden, vor allem gestapelt, da sie sich sonst verformen können. Hier sollte ein starker Karton oder eine weiße Folie zur Abdeckung verwendet werden.
  • Um Kunststoffwellplatten zu benutzen, sollte die Dachneigung mindestens sieben Grad, besser zehn Grad und aufwärts betragen. Die Unterkonstruktion, auf der die Wellplatten verlegt werden, sollte aus Metall oder Holzlatten bestehen, die eine Stärke von vier mal sechs Zentimetern haben.
  • Dort, wo die Platten später aufliegen, sollte die Oberfläche der Unterkonstruktion entweder permanent weiß gestrichen oder mit silbernem Reflektorklebeband versehen werden, um eine Stauung der Hitze zu verhindern. Das Holzschutzmittel, beziehungsweise die Imprägnierung muss gut getrocknet und abgelüftet sein, um späteren Verfärbungen vorzubeugen.
  • Die Unterkonstruktion sollte bei PVC- und Polyesterwellplatten einen Unterstützungsabstand von maximal 50 Zentimetern, bei PC- und Acrylwellplatten von maximal 80 Zentimetern haben, wenn Sie in einem Gebiet mit normalem Wind und Schnee wohnen. Ist die Last größer, müssen die Abstände angemessen verringert werden.

Verlegung

  • Zum Trennen und Schneiden der Kunststoffwellplatten sollten Sie eine Tisch- oder Handkreissäge mit einem fein verzahnten, hartmetallbestückten Sägeblatt oder eine Stichsäge mit Kunststoffsägeblatt verwenden. Die Verlegung beginnt am unteren Ende, entgegen der Hauptrichtung des Windes.
  • Die erste Platte wird bei jeder zweiten oder dritten Welle auf dem Berg, sowie an den Überdeckungen verschraubt. Bei einer Holzkonstruktion sollten 4,5 mal 45 Millimeter Abstandshalter und Dachschrauben mit anhängenden Dichtkappen oder 4,5 mal 45 Millimeter Neopren-Dichtscheiben verwendet werden.
  • Bei einer Metallkonstruktion sollten Rohrhaken mit passenden Dichtscheiben und entsprechenden Abdeckkappen verwendet werden. Für Acrylwellplatten, wo die vorhandene Struktur nach unten gelegt wird sollten sechs mal 50 Millimeter Schrauben verwendet werden, bei einer Plattenstärke von drei Millimeter müssen keine Abstandshalter zum Einsatz kommen.
  • Bei PC-Wellplatten gehört der UV-Schutz, welcher per Produktetikett gekennzeichnet ist, nach oben, bei PVC- und Acrylwellplatten kann man beide Seiten verwenden. Die Seitenüberdeckung der einzelnen Kunststoffwellplatten sollte eine Welle, bei starker Schnee- oder Windlast oder geringerer Dachneigung zwei Wellen betragen. Die Höhenüberdeckung sollte mindestens 150 Millimeter, bei geringerer Dachneigung 200 Millimeter betragen und sollte mit speziellem Silikon abgedichtet werden.
  • Um Vierfachüberdeckungen oder Eckschnitte zu verhindern, sollten die Platten reihenversetzt verlegt werden. So sollte die zweite Reihe mit einer halben Wellplatte begonnen werden, die dritte Reihe dann wieder mit einer ganzen und dann immer im Wechsel. Um die Kunststoffwellplatten zu betreten, sollte ein abgepolstertes Laufbrett verwendet werden, damit das Gewicht verteilt wird.