Kupferdraht gegen Schnecken – so funktioniert es

Schnecken sind bei Gartenfreunden in der Regel unbeliebt. Mit Kupferdraht lassen sich Schnecken einfach und wirkungsvoll vom Beet fernhalten.


Schnecken fressen die Salatköpfe, die für die Familie bestimmt waren ebenso wie den Rittersporn. Kein Wunder, dass es alljährlich im Frühjahr in den einschlägigen Fachzeitschriften und Internet-Foren eine Reihe von Tipps gibt, um die gefräßigen Tiere los zu werden. Nicht alle Methoden funktionieren dabei gleich gut. Manche sind sehr aufwändig in der Herstellung oder Anbringung, andere dagegen sind auf Dauer sehr teuer. Rücken Sie den Schnecken stattdessen mit Kupferdraht zu Leibe. Das ist nicht nur erstaunlich effektiv, sondern auch noch preiswert.

Warum die Methode gegen Schnecken hilft
Landschnecken bewegen sich auf dem von ihnen produzierten Schleimteppich fort. Sichtbar wird dieser Schleim in Form einer Schleimspur. Jeder Untergrund, auf dem sich das Tier bewegt und jedes Hindernis, das es überwindet, kommt mit dem Schleim in Berührung. Aber nicht alle Bodenbeschaffenheiten oder Materialien tun der Schnecke gut. Deshalb wirken zum Beispiel Schutzstreifen, die aus Holzschnitzeln oder Sägemehl um die Beete gezogen werden. Sie trocknen den Schleim aus und die Schnecke vermeidet es deshalb, sich dort zu bewegen. Auch der Kupferdraht reagiert bei Kontakt mit dem Schneckenschleim. Er oxidiert. Dabei bildet sich eine Substanz, die reizende Wirkung hat. Das Ergebnis: Die Schnecke kriecht nicht mehr weiter und meidet den Draht.

Die Anwendung der Methode
Legen Sie um die Beete, die Sie schützen wollen, einen Ring aus Kupferdraht. Achten Sie dabei darauf, dass der Draht an keiner Stelle von Blättern oder anderen Gegenständen überdeckt ist, die von den Schnecken als eine Art Brücke benutzt werden kann. Sie können den Draht auch in geringer Höhe über dem Erdboden spannen. Er sollte gerade so hoch sein, dass die Tiere nicht darunter durch kriechen können. Damit Ihre Pflanzen im Kupferkreis aber auch wirklich frei von Schneckenfraß bleiben, sollten Sie den Innenraum besonders in der ersten Zeit noch regelmäßig nach Schnecken absuchen und aufgespürte Tiere absammeln. Denn es kann sein, dass Sie einige Tiere oder auch ganze Nester ohne Ihr Wissen mit eingezäunt haben. Neben Beeten lassen sich auch Blumentöpfe durch Kupferdraht schützen. Wickeln Sie dazu den blanken Draht einige Male um die Behältnisse. Fertig ist die Schneckenbarriere.