Kupferkochgeschirr - so kocht es sich besser

Kupferkochgeschirr weist gegenüber üblichen beschichteten und unbeschichteten Töpfen und Pfannen eine Vielzahl von Vorteilen auf.


Kupferkochgeschirr gilt unter anderem deshalb als hervorragend, da es mit Abstand von allen verwendeten Materialien die beste Wärmeleitfähigkeit besitzt und sich sehr schnell und gleichmäßig an Temperaturveränderungen anpasst.
Durch die hervorragende Wärmeverteilung können Speisen gleichmäßig zubereitet werden, was sich im Geschmack bemerkbar macht. Zusätzlich lässt sich aber auch mit Kupferkochgeschirr bis zu 50 Prozent Energie einsparen, da die benötigte Garzeit sich oft um die Hälfte reduziert.
Ebenfalls bemerkenswert ist die hohe Wärmespeicherfähigkeit von Kupfergeschirr, die es ermöglicht zubereitete Speisen ohne weitere Energiezufuhr lange warm zu halten.

Beschichtet mit Edelstahl, Zinn oder ohne Beschichtung?
Kupfer, insbesondere das sich auf dem Kochgeschirr bildende Kupferoxid, ist giftig. Daher ist Kupferkochgeschirr in der Regel innen beschichtet. Traditionell wurde Kupfergeschirr früher mit lebensmittelechtem, also bleifreiem, Zinn ausgeschlagen. Heute wird eine Zinnbeschichtung meist im Elektrolyt-Verfahren aufgebracht. Trotzdem gibt es auch heute noch die aufwendig von Hand mit Zinn beschichteten Geschirre. Solche Töpfe und Pfannen werden zum Beispiel noch in Frankreich hergestellt.
Zum heißen Kochen und Braten ist eine mit Zinn ausgeschlagene Pfanne beziehungsweise ein Topf nur bedingt geeignet. Zinn schmilzt bei 230 Grad Celsius, so dass sich zum Kochen und Braten eher eine Edelstahlbeschichtung empfiehlt. Auch wenn diese Temperaturen beim Kochen oder Braten in der Regel nicht erreicht werden – einmal die Pfanne auf der Herdplatte vergessen und man benötigt eine Neue.
Gänzlich unbeschichtetes Kupferkochgeschirr wird gerne zum Flambieren oder zum Karamellisieren von Zucker verwendet. Ebenfalls eignen sich unbeschichtete Kupferschüsseln besonders gut zum Schlagen von Eischnee, der in ihnen besonders fest und luftig wird.
Hier ist aber unbedingt darauf zu achten, dass dieses Geschirr vor der Benutzung gereinigt werden muss. Unbeschichtetes Kupfergeschirr darf auf keinen Fall von der Innenseite her angelaufen sein und sollte vor jedem Benutzen zumindest ausgewischt werden.

Auf welchem Herd verwenden?
Kupfergeschirr kann generell auf jedem Herd verwendet werden. Spezielle Serien sind sogar auf Induktionsherden zu benutzen. Den größten Effekt allerdings erreicht man auf einem Gasherd. Hier kann Kupfer seine hohe Wärmeleitfähigkeit voll zur Geltung bringen.

Wunderschön, aber pflegeaufwendig?
Eines ist richtig, Kupferkochgeschirr gehört nicht in eine Spülmaschine, aber dort sind in der Regel auch hochwertige beschichtete Töpfe und Pfannen fehl am Platz.
Besonders aufwendig ist die Reinigung deshalb aber nicht unbedingt. Mit einer Lösung aus Essig, Wasser und Salz (600 Milliliter Wasser, 100 Milliliter Essig und ein Esslöffel Salz) und einem weichen Lappen kann angelaufenes Kupfer wieder schön und glänzend poliert werden und diese Zutaten sind in einem normalen Haushalt zudem auch immer vorhanden. Sollte einmal ein Topf hartnäckig angelaufen sein, kann er in einer solchen Lösung auch für einige Zeit eingeweicht werden.
Wem das zu aufwendig ist, kann auch übliche Edelstahlreiniger verwenden, muss dann aber unter Umständen mit leichten Kratzern rechnen, da Kupfer weicher als Edelstahl ist. Daher die
Töpfe nur mit einem weichen Lappen vorsichtig mit dem Mittel bearbeiten.