Kur am Toten Meer - ein Erfahrungsbericht

Für eine Kur am Toten Meer muss der Patient einen Antrag auf Rehabilitationsmaßnahme bei seiner Krankenkasse stellen. Dieser muss durch den behandelnden Hautarzt ausgefüllt und eingereicht werden.


Verschiedene Kur- und Badeaufenthalte werden an dem Toten Meer angeboten, nachdem die einzigartige Heilkraft für die Behandlung von verschiedenen Gelenk- und Hautkrankheiten seit Jahrtausenden bekannt ist. Die heilende Wirkung wird dabei beispielweise für Rheuma, Schuppenflechte und Neurodermitis genutzt.

Die Heilkraft bei einer Kur am Toten Meer

  • An dem Toten Meer herrscht ein spezielles Klima, dieses ist einzigartig durch eine Kombination aus dem extrem salzhaltigen und mineralstoffreichen Meerwasser und durch die saubere Wüstenluft mit einem hohen Brom- und Sauerstoffgehalt. Durch einen hohen Kalium- und Magnesiumspiegel wird das Zellwachstum angeregt, dies wirkt belebend, antiallergisch und trägt für die Erneuerung der Haut bei.
  • Zudem geht eine antiseptische und entzündungshemmende Wirkung von Bromid und Bitumen aus und die Durchblutung und der Transport von Nährstoffen werden durch den Natriumgehalt gefördert. Das Eisen sorgt für einen Verspannungs- und Stressabbau, das Kochsalz und Kalzium entschuppt und beruhigt die Haut.

Der Aufenthalt für eine Kur am Toten Meer

  • Empfehlenswert ist die Kur am Toten Meer besonders für Menschen, die an Erkrankungen wie Akne, Schuppenflechte, Rheuma, Neurodermitis, Ichthyosis und Fischschuppenkrankheit leiden. Oftmals werden die Kuren unter fachärztlicher Leitung durchgeführt, wobei auch Wissenschaft, Ausstattung, Service und eine medizinische Versorgung zur Verfügung stehen. Die Patienten müssen mehrmals täglich Bäder in dem Toten Meer nehmen und sich im Anschluss unter einer Süßwasserdusche abspülen.
  • Manchmal muss die Haut auch mit vaselinehaltigen Cremes nachbehandelt werden. Bei der Kur am Toten Meer sorgen die enthaltenen Mineralsalze durch die hohe Konzentration für eine Desinfektion der Haut. Das körpereigene Gleichgewicht der Mineralien wird gestärkt, die Haut wird entschuppt und der Feuchtigkeitsmantel der Haut wird regeneriert. An den ersten Tagen kann es zu einer sogenannten Erstverschlimmerung kommen, jedoch tritt später in der Regel eine deutliche Besserung ein.
  • Manchmal sind in den Angeboten auch Ölbäder, Massagen und Gruppengymnastik im Wasser enthalten. Die rheumatischen Erkrankungen werden mit dem Schlamm des Toten Meeres behandelt und auch Wärmebäder helfen, die Entzündungen des Gelenks zu lösen. Am Toten Meer kann ein extrem heißes Klima herrschen, selbst im Wasser übersteigen die Temperaturen oft die vierzig-Grad-Grenze. Damit der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen wird, müssen pro Tag circa drei bis sechs Liter Wasser getrunken werden.