Die herrlich violett blühende Gewürzpflanze Kurkuma (Curcuma longa) ist in unseren Breitengraden auch unter dem Namen Gelbwurzel bekannt – doch wird sie selten als Einzelgewürz verwendet. In erster Linie ist sie Bestandteil des Currygewürzes und der Worcestersoße. In der asiatischen Küche hingegen genießt Kurkuma ein höheres Ansehen, dort kommt es als besondere Würzung von Fisch- und Fleischgerichten zum Einsatz. In Asien nutzt man Kurkuma aufgrund seiner kräftigen orange-gelben Farbe auch häufig als färbendes Medium.
Scharfe Soßen perfekt für einen Grillabend
Wer scharfe und leicht bittere Speisen nicht nur verträgt, sondern auch schätzt, sollte Kurkuma mit dem herrlich aromatischen Duft unbedingt in seinem Gewürzschrank haben. Besonders eignet sich die ursprünglich südostindische Pflanze zum Würzen von Dressings, Mayonnaisen und Soßen für sommerliche Grillfeste. Köstlich schmecken auch Hühner, die man vor dem Grillen mit Kurkuma bestreicht. Doch Vorsicht: Das Gewürz ist scharf und die Dosierung sollte mit Bedacht erfolgen. Vorheriges Abschmecken ist gerade bei Kurkuma ein notwendiges Kochritual. Ansonsten läuft man Gefahr, dass das Kurkuma zu dominant wird und den eigentlichen Geschmack der Speisen nicht mehr zur Geltung kommen kann. Darüber hinaus kann die Schärfe der Speisen bei Menschen mit einem empfindlichen Magen zu Beschwerden wie Sodbrennen und Magenschmerzen führen.
Ob erkältet oder verletzt, Kurkuma ist vielseitig
In der alternativen Medizin findet Kurkuma bei zahlreichen Beschwerden Anwendung, beispielsweise bei Blähungen und Völlegefühl, Durchfall, Husten und Erkältungen, zur Heilung kleiner Wunden sowie zur Förderung der Entleerung der Gallenblase. Letzteres wirkt sich wiederum positiv auf die Leber aus, die Galle produziert und somit den Fettstoffwechsel aktiviert. Die klassische indische Medizin schwört darüber hinaus noch auf weitere Wirkungen der Gewürzpflanze: Sie fördert den Stoffwechsel, hilft bei Übelkeit und Verstopfung, auch bei Hämorrhoiden und einer Gebärmutterentzündung kann sie ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften unter Beweis stellen.
Schnelle Hilfe bei kleinen Leiden
Wer unter einer Erkältung leidet, kann sich eine Messerspitze Kurkuma mit etwas Kardamom und Zimt in einer Tasse Milch mischen. Diese Mischung aufkochen lassen und möglichst bald trinken. Zwei bis drei Tassen täglich sind ausreichend. Für kleinere Wunden eignet sich eine Mischung aus einem halben Teelöffel Kurkuma und etwas Zitronensaft. Die so entstandene Paste streicht man auf die Wunde und deckt sie mit einem großen Pflaster oder einer Mullbinde ab. Achtung: Diese Mischung brennt.