Kurzfristige Geldanlagen: Was sich lohnt

Die Definition für kurzfristige Geldanlagen muss jeder Anleger für sich selbst treffen. In der Regel sind diese Anlagen auf Festgelder beschränkt.


Gründe für Kurzfristige Geldanlagen gibt es genug. Die einen Anleger wissen, dass zeitnah Kosten auf sie zukommen werden. Dennoch muss das Geld nicht zinslos auf dem Girokonto liegen. Andere Anleger warten auf bestimmte Signale des Kapitalmarktes, um wieder längerfristig zu investieren.

Ein hoher Zins birgt auch ein erhöhtes Risiko

Je höher der Zins, umso interessanter ist eine Kapitalanlage – denkt manch einer, der sein Geld noch auf dem Sparbuch hat. Dass ein Sparbuch in einer Niedrigzinsphase nur die zweitbeste Lösung ist, ist leicht nachzuvollziehen. Tagesgelder, Termingelder und Festgelder sind schon deutlich rentabler. Darüber hinaus sind sie in der Verfügbarkeit auch wesentlich flexibler. Seit einigen Jahren bieten Banken verstärkt Zertifikate mit Laufzeiten zwischen zwölf und 18 Monaten an – ausgestattet mit einem Garantiezins und Bonuszahlungen am Ende der Laufzeit, wenn – ja, wenn. Zertifikate sind einerseits festverzinste, kurzlaufende Wertpapiere, könnten also theoretisch Kurzfristige Geldanlagen sein. Andererseits sind sie mit einem Aktienkorb unterlegt. An diesen Aktienkorb sind Bedingungen hinsichtlich der Wertentwicklung der ausgewählten Aktien geknüpft. Wenn diese Bedingungen nicht eingehalten werden, wird nicht der Kaufpreis mit Bonus ausgezahlt, sondern das Zertifikat als Wertpapier in das Depot eingebucht. Damit handelt es sich nicht um Kurzfristige Geldanlagen, sondern um langfristige Aktieninvestments. Zertifikate sind als Kurzfristige Geldanlagen ungeeignet.

Kriterien bei der Auswahl von Festgeld-Anbietern
Festgelder oder Tagesgelder treffen noch am ehesten die Kriterien für kurzfristige Geldanlagen. Die Konditionen ändern sich jedoch werktäglich, am Tag, an dem die Anlage ansteht, sollte sich der Verbraucher tagesaktuell im Internet informieren. Diese Übersichten bieten zwei Vorteile. Natürlich werden die Konditionen der einzelnen Anbieter gegenübergestellt. Auf der anderen Seite werden auch Detailinformationen zu den Anbietern veröffentlich. So sollte ein Entscheidungskriterium sein, ob das vom Zins her attraktivste Institut auch dem Einlagensicherungsfonds angehört. Der Gerichtstand kann auch ein Entscheidungskriterium sein. Kurzfristige Geldanlagen sind mit dem offensichtlich interessanten Zins oft gedeckelt, das heißt, die Anlagebeträge werden nur bis zu einer bestimmten Höhe mit einem lukrativen Zins bedacht. In diesem Fall ist es sinnvoll, den Anlagebetrag für Kurzfristige Geldanlagen bei Ehepaaren personell aufzuteilen.