Lackschäden am Auto selber ausbessern: Tipps und Tricks

Lackschäden am Auto sind ärgerlich und können in der Werkstatt sehr viel Geld kosten, was nicht unbedingt notwendig ist.


Lackschäden am Auto kommen immer wieder vor und passieren schnell. Durch Streusalz, sauren Regen, Steinschlag oder Vogelkot können Lackschäden am Auto entstehen und werden oft unterschätzt. Vogelkot zum Beispiel ätzt sich selbst bei der besten Lackierung durch alle Schichten. Auch Steinschläge beschädigen den Decklack bis zum Blech des Autos. Deshalb sollte man die Lackierung des Autos ab und an kontrollieren. Spätestens, wenn erster Rost an der Karosserie ansetzt, muss man handeln und die Schäden beseitigen, um größeren und kostspieligeren Schaden abzuwenden.

Bevor man zur Werkstatt geht, prüfen, was man selbst machen kann
Bevor man in die Werkstatt geht, was nur bei größeren Lackschäden sinnvoll ist, kann man mit verschiedenen anderen Mitteln den Lackschäden am Auto zu Leibe rücken. Erstes Mittel sind so genannte Colorpens, mit denen man kleinere Schäden beseitigen kann, indem man einfach auf beschädigte Stellen ein wenig Lack in der Autofarbe aufträgt und trocknen lässt. Die Colorpens sind aber nur für die vorübergehende Abhilfe. Nach 15 bis 20 Wäschen, muss wieder nachgebessert werden.

Professionellere Methoden
Aufwendiger, aber auch länger anhaltend ist das Abtupfen mit einem Lackstift. Mittels kleiner Drahtbürsten schleift man vorsichtig an der beschädigten Stelle den Lack ein Stück weiter ab. Ist das mit Augenmaß gemacht worden, kann der Autolack mit dem Lackstift aufgetragen werden und muss dann eine Zeit lang eintrocknen. Anschließend kann man mit sehr feinem Schleifpapier die behandelte Stelle glatt poliert werden. Als Schleifklotz kann zum Beispiel ein kleiner Legostein verwendet werden.

Die Behandlung von tieferen Lackschäden
Sind die Lackschäden am Auto großflächiger, reichen einzelne Tupfer mit einem Colorpen oder Lackstift nicht mehr aus. Dann muss man aufrüsten und im Baumarkt entsprechende Hilfsmittel besorgen. Nützlich sind feine Schleifaufsätze für die Bohrmaschine, die rund 10 bis 20 Euro kosten. Damit schleift man die betroffene Stelle behutsam ab. Mit einem Airbrushgerät kann dann die Farbe des Autos dünn neu aufgetragen werden. Wenn man den Umgang mit dem Airbrushgerät nicht geübt ist, lohnt es sich auf jeden Fall, die Prozedur vorher ein wenig zu üben.