Lärchenholz

Die Lärche findet sich fast überall in Mitteleuropa. Sie ist der einzige heimische Nadelbaum, der eben wie die Laubbäume, seine Nadeln im Herbst verliert. Lärchenholz kann als Vollholz vielfältig eingesetzt werden.


Lateinischer Name: Larix decidua

 

Herkunft: Mitteleuropa

 

Beschreibung Farbe und Struktur:
Der Splint hat eine Breite von nur etwa 1 bis 3 Zentimeter und eine gelbliche Farbe. Das Kernholz ist rötlichbraun und dunkelt nach. Das Spätholz ist dunkler als das Frühholz, ist mittelbreit und weist eine beidseitig scharfe Begrenzung auf, wobei prägnante Fladern oder Streifen sichtbar sind. Ebenso wie Fichtenholz hat es Harzkanäle.

 

Verwendung / Weiteres:
Die Lärche ist der einzige heimische Nadelbaum, der wie Laubbäume im Herbst seine Nadeln wirft. Er hat etwa zehn verschiedene Arten, wie zum Beispiel die Europäische Lärche, die Goldlärche und die Hybrid-Lärche, und kommt in kühl-gemäßigten Gebieten der nördlichen Halbkugel vor. Von Natur aus ist die Lärche ein Gebirgsbaum, wird aber wegen ihres hochwertigen Holzes in flacheren Gebieten als Mischbaum angepflanzt. Sie hat einen langen, geraden Stamm, wird bis zu 50 Meter hoch, hat einen durchschnittlichen Umfang von 40 bis 90 Zentimeter und astfreie Schäfte von bis zu 15 Meter. Das Höchstalter der Lärche beträgt imposante 800 Jahre. Ihr Holz hat einen angenehmen Harzduft, ist mäßig witterungsfest, unter Wasser allerdings sehr dauerhaft. Gegen Insekten und Pilze ist sie sehr widerstandsfähig. Für die Trocknung gibt es keine großen Komplikationen zu befürchten, lediglich eine kleinere Rissgefahr im Kern. Ansonsten ist eine schnelle Freiluft- oder Kammertrocknung möglich. Auch die Bearbeitungsmöglichkeiten sind als positiv zu bewerten. Messern, Sägen und Schälen sind gut möglich. Mitunter kann es etwas schwierig werden, weil die Lärche je nach Standort zu Drehwuchs neigt, und wenn der Harzgehalt sehr hoch ist, können die verwendeten Werkzeuge verschmieren. Schwieriger sieht es aufgrund des hohen Harzgehaltes für die Oberflächenbehandlung aus. Beim Beizen muss das Lärchenholz mit harzlöslichen Mitteln vorbehandelt werden. Öllacke und Polyester bereiten entsprechend Schwierigkeiten. Für Innenverwendung sind Mattierung, Klar- und Farblacke empfehlenswert, für außen pigmentierte Imprägnierlasuren. Lärchenholz kann als Vollholz vielfältig eingesetzt werden, wenn Festigkeit und Dauerhaftigkeit gefragt sind. Das Rundholz eignet sich hervorragend für Rammpfähle. In der Möbelproduktion wird Lärchenholz gern als Messerfurnier verwendet, besonders für Möbel im alpenländischen Stil, aber auch für Paneele und Küchen. Desweiteren wird es für Fenster, Fußböden, Schwellen, Tore, Schiffsplanken oder Profilbretter eingesetzt.