Wenn Sie einen sportlich-lässigen, aber trotzdem markanten Stil lieben, ist eine Leder Pilotenjacke genau das richtige Kleidungsstück für Sie. Das geschmeidige und kräftige Naturprodukt Leder und der sportliche Schnitt der Pilotenjacken lassen niemanden kalt.
Gut gelandet
Die Geschichte der Pilotenjacke beginnt in luftigen Höhen. In den Anfängen der Luftfahrt waren die Piloten in den offenen Fliegern Wind und eisigen Temperaturen ausgesetzt, und so begleitete die Suche nach passender Kleidung von Anfang an die Entwicklung der Luftfahrt. Vor allem im militärischen Bereich setzte sich ab den zwanziger Jahren die Leder Pilotenjacke durch. Erst in den sechziger Jahren wurden Flieger- und Bomberjacken aus Nylon eingeführt. Sowohl die Leder Pilotenjacke als auch die Bomberjacke haben sich im zivilen und im Freizeitbereich verbreitet. Während heute kaum ein Pilot auf den Luxus einer klimatisierten Kabine verzichten muss, begeistert die Leder Pilotenjacke am Boden immer noch mit ihren Eigenschaften.
Entwicklung der Pilotenjacke
Die nach dem ersten Weltkrieg erstmals eingeführte Fliegerjacke orientiert sich an den damaligen Jacken für Motorradfahrer. Sie ist taillenlang, gerade geschnitten und hat enge Ärmel. Außerdem verfügt sie über einen breiten, aufstellbaren Kragen. Dank der Riegel bietet der hochschließende Kragen optimalen Schutz vor kalter Luft. Auch am Taillenabschluss sorgen Riegel dafür, dass sich die Weite regulieren lässt und kalte Luft draußen bleibt. Die zweite Generation der Pilotenjacken wurde in den dreißiger Jahren in den USA entwickelt. Diese Jacken hatten erstmals Blousonform. Die Ärmel, Taillen- und bei einigen Modellen auch die Halsabschlüsse waren mit elastischen Strickbündchen besetzt, die Luftzug verhindern sollen. Die Blousonform gewährt maximale Bewegungsfreiheit. Schulterstücke ermöglichen das Anbringen von Rangabzeichen. Auf der Vorderseite sind diese Jacken mit zwei großen aufgesetzten Pattentaschen versehen. Hier kommt auch zum ersten Mal ein Reißverschluss anstelle von Knöpfen zum Einsatz. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die heute als Bomberjacke bekannten Fliegerjacken aus Nylon eingeführt.
Leder – ein unbezwingbares Material
Trotz des Siegeszuges der leichten Nylonjacken ist die Leder Pilotenjacke im militärischen wie im zivilen Bereich immer noch geschätzt und verbreitet. Das Naturmaterial Leder ist gleichzeitig geschmeidig und äußerst robust. Es ist absolut winddicht, bei entsprechender Pflege auch wasserdichtund hält warm, ohne dass Sie ins Schwitzen kommen. Die gerade geschnitten Modelle nach dem Vorbild der ersten Fliegerjacken sind häufig lammfellgefüttert und eignen sich damit hervorragend auch für kaltes bis sehr kaltes Wetter. Während Stoff- oder Nylongewebe nach längerem Tragen abgewetzt wirkt und schlimmstenfalls sogar löchrig wird, bekommt das Leder mit der Zeit eine antike Optik, die so begehrt ist, dass einige Hersteller ihren nagelneuen Jacken diese Patina sogar künstlich verpassen.
Shopping für echte Kerle
Egal, ob Sie sich eher für die rustikale Lammfellfütterung und den körpernahen Schnitt der ersten Modelle oder die breiten Schultern und die Bewegungsfreiheit der Blousonmodelle entscheiden, die robusten Leder Pilotenjacken eint, dass sie dem Träger ein verwegenes, sportliches Image verpassen. Und das schmeichelt den meisten Männern. Deshalb sind Leder Pilotenjacken heute in verschiedenen Aufmachungen erhältlich, von originalgetreuen Repliken bis zu überarbeiteten Jacken im Fliegerstil. Eine echte Lederjacke ist allerdings immer verhältnismäßig teuer. Da das Leder aber unverwüstlich ist und gerade die gebrauchte Optik punktet, können Sie ohne weiteres in Secondhand-Läden oder auf Flohmärkten auf die Suche nach ihrer Leder Pilotenjacke gehen. Die Bundeswehr Pilotenjacke, bekannt aus der Fernsehserie „Die Rettungsflieger“, wird sowohl neu als auch gebraucht in größerer Stückzahl in Army-Shops und Second-Hand-Läden vertrieben.