Langfristige Folgen der Hormonumstellung

Auf längere Sicht gesehen hat die Hormonumstellung während der Wechseljahre, also die Reduzierung der Geschlechtshormone, Auswirkungen auf den gesamten Körper


Auf längere Sicht gesehen hat die Hormonumstellung, also die Reduzierung der Geschlechtshormone, Auswirkungen auf den gesamten Körper. So werden viele Alterungsprozesse beschleunigt. Eine wesentlich große Gefahr der geringen Hormonkonzentration ist auf längerfristige Sicht das beschleunigte Osteoporose- und Arthroserisiko. Auch das Blutsystem leidet unter einer langwierigen Hormonmangelsituation. So steigt das Risiko von Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall. Der Kreislauf wird durch den Anstieg des Blutdruckes geschwächt. Darüber hinaus wächst mit zunehmendem Alter auch die Gefahr, an Diabetes und Altersdemenz zu leiden. Diese Alterserscheinungen sind aber nicht ein ausschließliches Problem von Frauen, die Abnahme der Sexualhormone können die Prozesse nur weiter unterstützen. 
 
Der Menstruationszyklus spielt verrückt
Die ersten Veränderungen durch die Hormonumstellung machen sich durch unregelmäßige Monatszyklen bemerkbar. Da Frauen aber auch schon vor der Phase Zyklusunregelmäßigkeiten haben können, ist die erste Zeit der Wechseljahre nicht so eindeutig zu bestimmen. Zunächst kommt es zu verkürzten Zyklen, die nach und nach länger werden. Während der Wechseljahre kann es zu starken Menstruationsbeschwerden und langanhaltenden, heftigen Blutungen kommen. Daneben treten auch Zwischenblutungen häufig auf. Durch besonders starke und häufige Blutungen besteht die Gefahr eines Eisenmangels. Dieser ist oft verantwortlich für Erschöpfungserscheinungen in der Prämenopause. Häufig wirkt eine Frau in dieser Phase ausgebrannt und überlastet. Fälschlicherweise denkt ihr Umfeld schnell, dass die Frau nicht mehr zurechtkommt und völlig überarbeitet ist. Dies führt wiederum zu weiterem Unwohlsein der betroffenen Frauen.

Mastodynie: die Brust schmerzt
Schmerzende Brüste werden medizinisch Mastodynie genannt. In den Wechseljahren kommt es zu hormonbedingten Veränderungen der Brustdrüsen. Die Brüste können in der Folge spannen, anschwellen und auch knotenartige Verhärtungen (Zysten) aufweisen. Häufig bilden sich derartige Zysten nach der Menopause wieder zurück, wenn sich das neue Hormongleichgewicht langsam einpendelt. Ein weiterer Faktor, unter dem Frauen sehr leiden, ist, dass mit sinkender Östrogenproduktion die Brüste zunehmend an Festigkeit verlieren und in der Folge „hängen“. 
 
Östrogene und Brustkrebs
Östrogene haben zwar viele positive Eigenschaften und ein Östrogenverlust hat die oben genannten Auswirkungen auf den weiblichen Körper. Aber Östrogen wirkt nicht nur positiv, Geschlechtshormone können auch schädigenden Einfluss haben. Körpereigene und synthetisch verabreichte Östrogene können die Entwicklung und das Wachstum von Brustkrebs fördern.