Wie bei jedem medizinischen Eingriff bestehen auch bei einer Lasik Operation Risiken, mit denen man sich vor der operativen Korrektur der Sehschwäche vertraut machen sollte. Über die statistische Häufigkeit der Komplikationen gibt es in Deutschland jedoch keine zentralen Erhebungen. Der Großteil der existierenden Zahlenangaben stammt von Kliniken, die LASIK-Operationen anbieten. Diese geben aus eigenem Interesse eine hohe Erfolgsquote an.
Neues Verfahren
Die Lasik Operation ist noch ein junges Verfahren, das erst seit 1998 praktiziert wird. Seitdem wird die Operationstechnologie ständig verbessert und weiterentwickelt. Deshalb müssen Statistiken über den Erfolg der Operation, die in den ersten Jahren der Anwendung der Technik in den USA erstellt wurden, einer Korrektur unterzogen werden. Einige der aufgetretenen Komplikationen waren auf menschliches Versagen zurückzuführen, da die Chirurgen aufgrund mangelnder Erfahrung häufig Fehler machten.
Statistisches Risiko dank moderner Verfahren gering
Bei den heute mit modernsten Verfahren in Deutschland durchgeführten LASIK-Operationen liegt das Risiko einer Komplikation, während und nach dem Eingriff, bei weniger als einem Prozent. Während der Operation wird mit einem Schnitt ein hauchdünnes Blättchen der oberen Hornhaut abgetragen und beiseite geklappt. Nach dem Abschleifen der darunter liegenden Hornhaut wird das Hornhautdeckelchen wieder zurückgelegt und bleibt sofort haften. Einige der auftretenden Risiken stehen mit dem dabei notwendigen Schnitt in Zusammenhang, beispielsweise das Infektionsrisiko.
Risikofaktor hohe Fehlsichtigkeit
Insgesamt ist diese Form der Augen OP sehr sicher. Die tatsächliche Komplikationsrate ist, auch aufgrund der guten Beratung im Vorfeld des Eingriffs und der gründlichen Voruntersuchungen, sehr niedrig. Die meisten Komplikationen treten bei vorheriger hoher Fehlsichtigkeit auf, das heißt bei einer Kurzsichtigkeit von unter –8 Dioptrien sowie bei einer Weitsichtigkeit von über +3 Dioptrien. Deshalb raten seriöse Kliniken in manchen Fällen von einer Operation ab. Auch Rissbildungen am Rand der Netzhaut, erhöhter Augendruck oder rheumatische Erkrankungen sprechen gegen einen Eingriff, weil Patienten sonst das Risiko einer irreparablen Verschlechterung der Sehkraft eingehen würden.
Komplikationen stellen sich vermehrt bei Patienten, die über 40 Jahre alt sind, ein. Personen, die älter als 45 Jahre sind, benötigen meist trotz des Eingriffs eine Lesebrille. Denn Altersfehlsichtigkeiten werden durch eine Lasik Operation nicht behoben. Generell liegt die Wahrscheinlichkeit, dass man nach einer LASIK-Behandlung weiterhin eine Brille oder Kontaktlinsen benötigt, bei fünf bis zehn Prozent.
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