Wenn ein Diabetes festgestellt wird, dann gibt es drei mögliche Schritte, die nacheinander ablaufen können. Erstmal müssen die Lebensgewohnheiten des Betroffenen geprüft werden. Was lässt sich am Lebensstil verbessern? Wenn die bewusste Lebensweise, die auch als Basistherapie angesehen wird, nicht ausreicht und der Blutzuckerspiegel immer noch erhöht ist, dann muss eine sinnvolle Ergänzung mit Medikamenten stattfinden, die Stoffwechseleinstellung sollte bei einem HbA1c unterhalb von sieben Prozent liegen.
Wenn Medikamente auch noch nicht die erwünschten Ergebnisse erzielen, ist in einem dritten Schritt die kombinierte Behandlung zu nennen. Zu den ersten beiden Schritten kommt zugeführtes Insulin hinzu. Wenn diese Behandlung nicht mehr wirksam ist, wird eine reine Insulinbehandlung nötig.
Das Leben mit Diabetes
Wenn man an Typ-1-Diabetes erkrankt ist, so bleibt einem nichts anderes übrig, als sich damit zu arrangieren. Denn diese Form ist nicht heilbar. Auch für Typ-2-Diabetiker ist eine Anpassung der Lebensweise unumgänglich, um keine schwerwiegenden Folgen erwarten zu müssen. Die Diagnose Diabetes verändert das bisherige Leben. Generell müssen Diabetiker immer ihr Gewicht kontrollieren, eine gute und regelmäßige Pflege der Haut und Füße gewährleisten sowie Blutdruck-, Harn- und Blutzuckerwerte strengstens kontrollieren (lassen).
Berufsleben mit Diabetes
Es gibt nur wenige Berufe, die Menschen, die an Diabetes leiden, nicht ausführen können beziehungsweise nicht dürfen. Dazu zählen Berufe, die den Transport von vielen Menschen (zum Beispiel Pilot) oder die Beförderung von Gefahrengut beinhalten. Die Restriktionen sind auf die möglichen Unter- und Überzuckerungen zurückzuführen. Bei der Auswahl des Berufes oder des Arbeitsplatzes sollten Diabetiker darauf achten, dass sie Blutzuckermessungen und die Behandlung genau durchführen können, sowie zwischendurch immer mal eine Kleinigkeit essen können und das genügend Bewegung integriert werden kann. Am besten sind natürlich Berufe geeignet, die keine Schichtarbeit verlangen. Geregelte Arbeitszeiten sind für Diabetiker besonders von Vorteil, damit das Leben mit Diabetes nicht zur Qual wird. Ein paar ausgewählte Kollegen sollten über Diabetes und ihre Behandlung Bescheid wissen, um bei Komplikationen handeln zu können.
Stress vermeiden!
Stress kann den Blutzuckerspiegel enorm beeinflussen. Denn in einer Stresssituation werden die Stresshormone Adrenalin und Kortison gebildet. Dadurch wird Glukose in der Leber freigesetzt, meist steigt daraufhin der Blutzuckerspiegel stark an. Da Adrenalin aber häufig Symptome einer Unterzuckerung auslösen kann, ist es für den Diabetiker nicht einfach die Situation richtig einzuschätzen, daher muss umgehend der Blutzucker gemessen werden. Wenn sich der Patient also gestresst fühlt, sollte schnell versucht werden die nötige Erholung zu erlangen.