Leben nach der Zen-Philospophie: Japanische Wohnlehre für jeden Tag

Leben nach der Zen-Philosophie eignet sich hervorragend für gestresste Arbeitnehmer, die nach einem anstrengenden Tag in eine Oase der Erholung kommen möchten. Mit wenigen Handgriffen können Sie Ihre Wohnung umgestalten.


Das beste Beispiel für die Zen-Philosophie sind die Meditationsgärten, in denen auf kleinstem Raum eine Atmosphäre von Ruhe und Frieden geschaffen wird. Doch diese Lehre ist keineswegs nur den Hobbygärtnern vorbehalten.

Sich einen Rückzugsort schaffen

  • Zen ist eine Schule der buddhistischen Lehre, aber keine Religion im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr eine Suche nach den wahren und wichtigen Dingen im Leben. Im Zen gilt die Erleuchtung des Menschen als Quell tiefen Friedens. 
  • Eine harmonische Wohnumgebung trägt einiges zu dieser Bewusstwerdung bei. Mithilfe einiger weniger Regeln lässt sich ein Platz der Ruhe und Erholung schaffen, an dem man in stressigen Zeiten Kraft tanken kann. Das eigene Heim soll zu einer Oase der Stille werden, in der Sie Zufriedenheit und wahre Erfüllung lernen können.

Einfachheit und Harmonie

  • Gemäß dem Motto „Weniger ist mehr“ basiert die Einrichtung auf einigen wenigen symmetrisch angeordneten Möbeln, schlichten und geradlinigen Formen und zurückhaltenden Farben. Zen ist aber nicht mit Minimalismus gleichzusetzen. 
  • Sie sollten Ihre Wohnung nicht komplett ausräumen, sondern die Zen-Wohnlehre an Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen. Zu Beginn genügen einige kleine Veränderungen, um mehr Harmonie zu erreichen. Wenn Ihnen das neue Wohngefühl gefällt, können Sie mehr wagen.

Dem Auge eine Auszeit gönnen

  • Zu den wichtigsten Maßnahmen, die Sie ergreifen sollten, gehört, Unordnung zu beseitigen. Im Eingangsbereich stapeln sich die Schuhe? Weg damit – in einen verschließbaren Schuhschrank. Dasselbe gilt für die Jacken. 
  • Machen Sie im Wohnbereich weiter. Sie sammeln Elefanten in allen Größen, Formen und Farben? Trennen Sie sich von solchem überflüssigem Nippes und dekorativen Elementen. Nach der Zen-Philosphie ist Besitz eine Last. Trainieren Sie Ihr Auge und Ihren Geist und erkennen Sie, welche Gegenstände es wirklich wert sind, ausgestellt zu werden. 
  • Statt dem 68-teiligen Kaffeeservice in der Vitrine ist eine schlichte Holzvase die bessere Wahl, denn sie lenkt den Blick aufs Wesentliche. Folgen Sie diesem Weg und Sie werden auch in den gewöhnlichsten und ursprünglichsten Dingen wieder Schönheit erkennen. Das kann die ungewöhnliche Maserung Ihres Couchtisches sein oder die Farbenvielfalt Ihrer Zimmerpflanzen.

Freiräume schaffen mit der Zen-Philosophie

  • Wohnen nach der Zen-Philosophie ist einer Meditation sehr ähnlich. Es wird dabei ständig an einen imaginären Beobachter gedacht, der jedes noch so kleine Detail in sich aufnimmt. Es ist fast so wie beim ersten Date, bei dem Er versucht, Sie mit seiner aufgeräumten und minimalistisch eingerichteten Wohnung zu beeindrucken.
  • Im Wohnbereich sollten Sie beginnen, mehr Ordnung und Klarheit zu schaffen. Teilen Sie das Zimmer nach seinen verschiedenen Funktionen auf und setzen Sie klare Akzente, die erkennen lassen, was wo geschieht. Elektronische Geräte wie der Fernseher, der PC oder auch das Telefon sorgen für Unruhe und sollten vom eigentlichen Wohnraum durch einen Paravent abgeteilt werden.