Lebenslauf schreiben: Die persönliche Vita in Papierform

Eine aussagekräftige Bewerbung ist Ihr Aushängeschild, deshalb sollten Sie ruhig genug Zeit und Geld investieren, auch beim Lebenslauf Schreiben.


Neben dem Anschreiben ist der Lebenslauf das wichtigste Instrument für den Bewerber, um einerseits seine fachlichen Qualifikationen herauszustellen, aber auch seine persönliche Eignung für den Job darzulegen.

Arten
Wer einen Lebenslauf schreiben will, der sollte über verschiedene Arten Bescheid wissen. So ist ein Lebenslauf funktionell, ausführlich oder tabellarisch. Die gebräuchlichste Form ist der tabellarische Lebenslauf, in dem man die Angaben chronologisch oder anti-chronologisch (amerikanisch) sortieren kann. Letzterer empfiehlt sich, wenn man einen besonders langen Berufsweg hinter sich hat. Auf Wunsch kann auch der ausführliche Lebenslauf verlangt werden, dieser wird dann per Hand geschrieben und gleicht einem Aufsatz über das eigene Leben.

Lebenslauf schreiben: Angaben
Der Lebenslauf ordnet sich in verschiedene Felder, zunächst erfolgen die persönlichen Angaben. Absolut unerlässlich sind hierbei: Name, Geburtstag, Geburtsort, Familienstand, Nationalität und Kontaktmöglichkeiten. Anschließend folgt der schulische und berufliche Werdegang. Der Lebenslauf wird abgerundet durch praktische Erfahrungen und Interessen. Es sollte immer Monat und Jahr angegeben werden, da man sonst vermuten könnte, dass es etwas zu verbergen gilt. Mit einer Unterschrift verbürgt man sich für die Richtigkeit der Angaben. Reihenfolge:

    Persönliche Angaben
    Schulausbildung
    Studium
    Wehr- oder Zivildienst
    Praktische Erfahrungen
    Besondere Kenntnisse
    Interessen

Besonders bei den letzten drei Punkten gilt, nur das zu erwähnen, was für den Beruf auch relevant ist. Wer sich bei einer Bank bewirbt, sollte ein Praktikum in einem Kindergarten nicht erwähnen. Daher ist es äußerst wichtig, den Lebenslauf zu individualisieren und für jede Stellenausschreibung andere Angaben zu machen.

Lücken im Lebenslauf
Lücken, etwa Elternzeit oder Arbeitslosigkeit sollten nicht einfach weggelassen werden, denn im Extremfall wird man im Vorstellungsgespräch darauf angesprochen und gerät dann in Erklärungsnot. Auch lügen ist keine Option, denn erstens macht man sich damit strafbar und zweitens ist eine dreiste Lüge ein Kündigungsgrund, wenn sie aufgedeckt wird. Ideal ist es, wenn man eine längere Auszeit mit einer sinnvollen Tätigkeit, etwas Auslandsaufenthalten oder Weiterbildungsmaßnahmen begründen kann. Wer das kann, schreibt am besten „Orientierungsphase“ oder „Bewerbungsphase“. Diese Lücken gehören direkt zwischen die anderen beruflichen Tätigkeiten.

Das Foto
Auch wenn es eigentlich selbstverständlich sein sollte, nehmen Sie keine Urlaubsschnappschüsse oder Bilder aus dem Automaten. Investieren Sie in Ihre Zukunft und lassen sich von einem Profi in das rechte Licht rücken. Kleiden Sie sich seriös und treten Sie gepflegt auf, das kommt in jedem Unternehmen gut an. Ein guter Fotograf macht mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken und Hintergründen und sucht am Ende das beste Bild heraus. Versuchen Sie zu lächeln, das lässt Sie sympathischer erscheinen. Lassen Sie sich auf jeden Fall die CD mitgeben, für spätere Onlinebewerbungen. Das Foto gehört in die rechte obere Ecke und sollte mit doppelseitigem Klebeband befestigt werden. Auf die Rückseite notieren Sie Ihren Namen, falls sich das Foto doch ablöst, kann es Ihrer Bewerbung wieder zugeordnet werden.