Lebensmittelallergie - Wenn Essen zur Gefahr wird

Die häufigste Lebensmittelallergie ist die Allergie gegen die Kuhmilch, Eier oder Weizen. Aber auch Allergien gegen Fisch, Soja, Obstsorten oder Erdnüsse gelten als weit verbreitet.


Nahezu fünf Prozent der Deutschen leiden an einer Lebensmittelallergie. Besonders Kinder sind davon betroffen. Auch Erwachsene können im Laufe ihres Lebens eine Allergie gegen verschiedenste Nahrungsmittel bekommen. Dennoch, für Kinder ist eine Lebensmittelallergie sehr gefährlich. Denn die Kleinen können nicht immer hunderdprozentig überblicken, ob die Zutatenliste für sie Gefahren aufweist.

Daher kann es gerade bei ihnen zu allergischen Schocks kommen. Zu den häufigsten Lebensmittelallergien gehören sowohl die Kuhmilch-, Ei- oder Weizenallergie. Auch Allergien gegen Fisch, Soja, Obstsorten oder Erdnüsse gelten als weit verbreitet. Allergien gegen Gewürze sind eher seltener.

Lassen Sie sich testen
Sollten Sie den Verdacht hegen, an einer allergischen Unverträglichkeit eines Nahrungsmittels zu leiden, können Sie dies von einem Allergologen abklären lassen. Damit der Arzt relativ schnell erkennen kann, welche Lebensmittel überhaupt im Verdacht stehen, ist es sinnvoll, ein Nahrungsmittelprotokoll zu führen. Notieren Sie, wann sie welches Nahrungsmittel gegessen haben und welche Reaktionen daraufhin eintraten. Anhand dessen kann der Allergologe besser testen, ob es sich tatsächlich um eine Allergie gegen ein bestimmtes Nahrungsmittel handelt.

Symptome eines allergischen Schocks
Die Symptome einer Lebensmittelallergie beschreiben sich sehr unterschiedlich. Ungefähr 30 Minuten nach dem Verzehr des Nahrungsmittels kann es zu allergischen Reaktionen kommen. In den meisten Fällen kann man Veränderungen an der Mundschleimhaut, den Lippen oder im Rachen feststellen. Manchmal wird dies von einem Kribbeln oder einem Juckreiz begleitet. Es kann auch zu einem pelzigen Gefühl im Mundraum, Schwellungen bis hin zu Schluckbeschwerden kommen. Besonders schlimm ist es, wenn zu den Symptomen auch noch akute Atemnot hinzutritt. Denn wenn in einem solchen Fall nicht rechtzeitig der Notarzt verständigt wird, kann ein allergischer Schock, der in manchen Fällen sogar zum Tod führt, eintreten.

Behandlung einer Lebensmittelallergie
Behandelt werden kann eine Lebensmittelallergie erst dann, wenn die Ursache, die die allergische Reaktion hervorruft, eindeutig feststeht. Im Anschluss daran sollte der Kontakt mit diesem Lebensmittel durch Nahrungsaufnahme vermieden werden. Nahrungsmittelallergiker sind am besten beraten, wenn Sie sich mit einem Diätberater oder einem Ernährungsspezialisten in Verbindung setzen. Sonst könnte es sein, dass der Allergiker nicht mehr in den Genuss einer ausgewogenen Kost kommt. Mangelerscheinungen könnten somit auftreten. Aus diesem Grund wird ein solcher mit einem Spezialisten abgestimmter Diätplan als sinnvoll erachtet.
Bei manchen Lebensmittelallergien wie z.B. bei einer Milch- oder Eierallergie kann auch eine Hyposensibilisierung helfen. Dabei wird der Allergiker mit dem Reizstoff zuerst in sehr kleinen Mengen konfrontiert. Langsam wird die Dosierung erhöht, bis sie die normale Menge, die man mit einem Lebensmittel aufnimmt, erreicht hat. Zeigt der Patient nun keinerlei allergische Reaktionen, gilt die Therapie als geglückt. Er kann danach alles ganz normal wie zuvor auch essen.