Lebensstil - Wohlstand fördert Allergie

Durch den gehobenen Lebenstil leiden immer mehr Menschen an einer Allergie.


Die Industrieländer haben sich in den letzten 200 Jahren einem großen Wandel unterzogen. Seit den 60er Jahren haben die Allergiefälle sehr deutlich zugenommen, so verdoppelten sich diese alle zehn Jahre. Begründet wird dies häufig mit dem sogenannten „Western Life Style“, also unserem Lebensstil, der zu einem Ungleichgewicht unseres Immunsystems führt. Neben den immer größer werdenden Umweltschadstoffen, kann auch übertriebene Hygiene eine Allergie fördern.
 

Allergie durch Langeweile des Körpers
Der Lebensstil der Menschen nimmt eine bedeutende Funktion bei der Entwicklung von Allergien ein. Die neuen und modernen Wohnbedingungen und die schon angrenzend „übermäßige“ Hygiene fordern das Immunsystem nicht sonderlich, sodass eine Allergie von einigen Forschern sogar als Langeweil-Reaktion des körpereigenen Abwehrsystems beschrieben wird. Die Menschen der westlichen Welt leiden sehr viel weniger unter Infektionen, und Parasitenbefall ist nur selten bekannt, ganz im Gegensatz zu Entwicklungsländern. Denn auf derartige Krankheiten reagiert und wehrt sich das Immunsystem ähnlich wie bei einer Allergie. Das Immunsystem von Menschen, die unter Wurminfektionen leiden oder Parasiten im Darm haben, hat quasi keine „Zeit“ für die Ausbildung einer Allergie.

Immunsystem unterfordert

Die medizinische Versorgung und medikamentöse Behandlungen haben als unerwünschten Nebeneffekt die Unterforderung des Immunsystems zur Folge, die Abwehr wird einfach nicht ausreichend trainiert. Denn der Kontakt mit möglichen Allergenen senkt auch das Risiko, an Allergien zu erkranken. In Ländern mit nur dürftiger medizinischer Versorgung und mangelnder Hygiene treten Allergien höchst selten bis gar nicht auf. So ist es auch wissenschaftlich bewiesen, dass Kinder, die im Kleinkindalter viel im Dreck gespielt haben, beispielsweise auf dem Bauernhof, und mit vielen Tieren aufgewachsen sind, deutlich seltener Allergien ausbilden als Stadtkinder. Somit ist Dreck und Schmutz zu einem gewissen Grad in den ersten Lebensjahren sehr hilfreich ein gutes und starkes Abwehrsystem auszubilden. Davon ausgenommen ist jedoch das Säuglingsalter!