Leberkrebs - eine sehr aggressive Form von Krebs

Bei Leberkrebs haben sich bösartige Wucherungen des Zellgewebes in der Leber gebildet. Die Leber kann dann keine gutartigen Zellen mehr bilden


Unter Leberkrebs, auch als Leberzellkrebskarzinom bezeichnet, versteht man bösartige Wucherungen des Zellgewebes der Leber. Die Leber ist zunehmend nicht mehr in der Lage, gutartige Zellen nachzubilden. Dies hat zur Folge, dass die Funktionsweise dieses überlebenswichtigen Organs stark beeinträchtigt ist. Bei den meisten Patienten, die an Leberkrebs leiden, ist diese Form des Krebses allerdings eine Metastase, der bereits eine

 

andere Krebsform vorausgegangen ist. Die wenigsten Menschen entwickeln den Leberkrebs als Primärtumor. Meist tritt er in Folge von Magen-Darm-Krebs, Brustkrebs oder Lungenkrebs auf, manchmal auch im Zusammenhang mit Gebärmutter- oder Prostatakrebs. Klare Symptome gibt es nicht.

 

Risikogruppen
Insgesamt liegt die Rate der Neuerkrankungen bei Leberkrebs bezogen auf alle Krebsarten nur bei drei Prozent. Es handelt sich daher um eine eher seltene Krebsart, die bei Männern öfter in Erscheinung tritt als bei Frauen. Risikoverhalten, das im Zusammenhang mit der Bildung eines Lebertumors steht, ist daher nicht bekannt. Dennoch erhöht sich das Risiko, an Leberkrebs zu erkranken, wenn bereits eine Leberzirrhose vorliegt.

Heilungschancen
Wird der Leberkrebs früh entdeckt, versucht man durch Operation in Verbindung mit Strahlen- und Chemotherapie eine Heilung zu erzielen. Dazu wird der Teil der Leber, in dem sich der Tumor angesiedelt hat, entfernt. Dies ist allerdings nur in frühen Stadien des Leberkrebses möglich. Haben sich allerdings bereits Metastasen im Körper gebildet, spricht das für Krebs im Endstadium, was für die Patienten über kurz oder lange immer mit dem Tod endet. Auch eine Organspende kommt in diesen Fällen aufgrund der Tochtergeschwülste in unmittelbarer Nähe zum Tumor oder anderen Organen nicht in Frage. Eine Heilung des Patienten durch Organspende ist daher nicht mehr möglich.