Leberzirrhose - Entzündung der Leber im Endstadium

Bei Menschen, die an einer Leberzirrhose erkrankt sind, zeigt sich über den ganzen Körper (speziell auf der Haut und in den Augen) ein gelblicher Schimmer


Für eine Leberzirrhose gibt es mehrere Ursachen und Erkrankungen. Im Volksmund spricht man von einer Schrumpfleber. Man darf in der Regel von einem irreversiblen Zustand des Stoffwechselorgans ausgehen. Eine Heilung ist daher nicht möglich. Lediglich eine Lebertransplantation kann die Rettung des Betroffenen bedeuten. Doch es ist nicht immer leicht, ein geeignetes Spenderorgan zu finden.

 

Ursachen für eine Leberzirrhose
Mögliche Ursachen für eine Leberzirrhose können neben einer Infektion mit Hepatitis A,B oder C auch der jahrelange Alkoholmissbrauch sein. Bekommt ein Alkoholiker seine Sucht nicht in den Griff, muss er mit einer solchen Erkrankung rechnen. Drogenabhängige, die neben ihren „harten“ Drogen auch Alkohol konsumieren, haben meist gegen beides zu kämpfen, da Hepatitis C auch gerne durch Mehrfachbenutzung von Spritzbesteck und ungeschützten Sex übertragen wird. Eher selten sind erblich bedingte Stoffwechselerkrankungen oder die Schädigung durch Chemikalien der Grund für eine Leberzirrhose.

Anzeichen für eine Leberzirrhose und Diagnose
Am deutlichsten sieht man die Erkrankung an der Haut und an den Augen. Ein gelblicher Schimmer überzieht den gesamten Körper und auch das Weis in den Augen wirkt leicht gelblich. Bei manchen Menschen verfärben sich auch die Fingerkuppen an den Handgelenken. Hinzu kommen körperliche Beschwerden wie eine unerklärliche Müdigkeit und die Neigung zu schneller Erschöpfung. Die Leistungsfähigkeit sinkt und der allgemeine Zustand des Körpers verschlechtert sich zusehends. Hinzu kommen auch Konzentrationsstörungen und weitere Komplikationen.

Komplikationen
Ist die Leberzirrhose durch Alkoholsucht bedingt, kommt es zu den typisch angeschwollenen Bäuchen. Die Betroffenen sind sonst von eher ausgemergelter Statur, aber ein runder Bauch zeichnet sich deutlich ab. Hier handelt es sich nicht um eine Fettschicht, sondern um Flüssigkeit, die sich im Bauchraum ansammelt. Man spricht von einer Bauchwassersucht. Diese muss punktiert werden, damit die Flüssigkeit abfließen kann. Da die Leber bei einer Zirrhose in ihrer gesamten Funktionsweise deutlich eingeschränkt ist, kann es auch zu Nierenfunktionsstörungen kommen, die auch Auswirkungen auf die Filtration von Amoniak des aus dem Darm kommenden Blutes haben. Da dies nicht richtig abgebaut werden kann, gelangt der Giftstoff in den Blutkreislauf, wo er durch die Blutzirkulation besonders im Gehirn ernsthafte Schäden anrichten kann. Da die Leber auch nicht mehr in der Lage ist, körpereigenes Eiweiß herzustellen, kommt es  zu einer Unterversorgung an Nährstoffen. Die Betroffenen werden immer dünner und auch Vitamine und Mineralien können nicht mehr aus der Nahrung resorbiert werden. Viele Patienten klagen auch über Appetitlosigkeit und Schwindel.