Lernen in den Ferien macht nicht wirklich Spaß, aber mit ein paar kleinen Belohnungen für die Arbeit wird es zumindest erträglich.
Bei schlechten Noten und daraus resultierender Gefährdung der Versetzung ist lernen in den Ferien angesagt – sehr zum Verdruss der Schüler und oftmals auch der Eltern. Doch die Aufbereitung von Schulstoff muss nicht langweilig sein, es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten die erzwungenen Lehrstunden abwechslungsreich zu gestalten und wird die getane Arbeit im Anschluss auch noch belohnt, kommt selbst der schlecht gelaunteste Schüler schnell wieder in gute Stimmung.
Versetzung gefährdet – ein Grund, die Ferien zum Lernen zu nutzen
- Schüler leben normalerweise von Ferien zu Ferien – Langes schlafen, keine Hausaufgaben, keine schulischen Verpflichtungen, doch steht im Zwischenzeugnis, dass die Versetzung gefährdet ist, hilft nur noch lernen in den Ferien.
- Bei schlechtem Wetter fällt das nicht ganz so schwer, doch scheint die Sonne ist die Motivation gleich null – dabei kann auch Schulstoff sehr interessant und abwechslungsreich sein. Um nicht völlig frustriert vor den Büchern zu sitzen, besteht zum Beispiel die Möglichkeit, die Umwelt in das Lehrprogramm mit einzubeziehen.
- In Physik fehlen die Grundlagen zur Dampfmaschine? Im nächsten Technik- oder Eisenbahnmuseum finden sich bestimmt gut Informationen dazu. In Biologie sind die Wiederkäuer an der Reihe? Selbst in der Nähe einer Großstadt sind Bauernhöfe und die Landwirte in der Regel gerne bereit ihr Wissen weiterzugeben.
- Etwas schwieriger ist Erdkunde, Madagaskar liegt nun mal nicht direkt um die Ecke, dafür aber mit Sicherheit ein Völkerkundemuseum. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, allein das Suchen nach möglichen Verknüpfungspunkten ist sehr spannend, die Erfolgserlebnis motivieren zum Lernen in den Ferien.
Motivationen für das Lernen in den Ferien
- Eine andere Möglichkeit zur Motivation ist die Belohnung, die bei der Erreichung des eigens dafür definierten Wochenziels oder Monatsziel winkt. Wichtig dabei ist allerdings, dass die angekündigte Belohnung auch machbar ist und die Anforderungen im Rahmen bleiben – häufige Rückschläge spornen nicht an, sondern frustrieren.
- Als Belohnung kommt zum Beispiel der Besuch eines lang gewünschten Kinofilms ebenso infrage als auch ein besonderes Buch oder ein Spiel. Die Einteilung des täglichen Pensums sollte auf jeden Fall so gestaltet sein, dass noch ausreichend Freizeit bleibt, damit zumindest etwas von den Ferien genossen werden kann.
- Eine kostspielige aber effektive Variante zum Lernen sind Ferieninternate, für manches Kind oder Jugendlichen eine durchaus reizvolle Vorstellung, so zumindest von den Eltern weg zukommen.
- In diesen Schulen unterrichten auch in den Ferien ausgebildete Pädagogen, die es in der Regel schaffen, die Zöglinge zum Erscheinen im Unterricht zu bewegen, der Gruppenzwang und die Konkurrenz, die sich in solchen Häusern entwickeln, schaffen einen zusätzlichen Anreiz zum Lernen in den Ferien.