Lernen und Entwicklung von Kindern: Große Schritte im Leben eines Kindes

Die Entwicklung von Kindern ist ein spannender Prozess. Als Kleinkind hat man einiges zu lernen. Gut, wenn man verständnisvolle Eltern hat, die beim Toilettentraining, der Schnullerentwöhnung und Co. geduldig sind.


Die Entwicklung von Kindern ist ein langer Prozess, der erst abgeschlossen ist, wenn die ehemals Kleinen aus dem Haus sind.  Besonders als Kleinkind hat man viel zu lernen, manches wird von den Eltern verboten und anderes soll man von nun an komplett allein machen. Doch kennen Eltern die richtigen Tricks und Kniffe umschiffen sie zusammen mit ihren Kindern jede Hürde.

Schluss mit dem Schnuller
Das Saugen des Babys ist ein Grundreflex und ist für das Baby äußerst entspannend, sowohl zum Einschlafen als auch in stressigen Situationen. Den Schnuller abzugewöhnen kann daher eine echte Herausforderung sein. Spätestens mit dem dritten Lebensjahr sollte dies jedoch passieren, ansonsten droht ein offener Biss. Oft hilft es, aus dem Abgewöhnen ein Ritual zu machen also beispielsweise alle Schnuller zu sammeln und im Gegentausch dafür ein Geschenk zu erhalten. Wer mag, kann auch ein Schnullerfest für sein Kind organisieren. So wird dem Kind signalisiert: Ich bin jetzt groß genug und brauche keinen Schnuller mehr.

Daumen hoch?
Manche Kinder wechseln vom Schnuller direkt zum Daumen. Doch auch Daumenlutschen ist nicht ganz ungefährlich. Deswegen sollte man, wenn irgendmöglich, darauf achten, dass sich das Kind das Nuckeln erst gar nicht angewöhnt. Eine Möglichkeit ist es, einen traurigen Smiley auf den Daumen zu malen und dem Kind vom traurigen Daumen erzählen, der ungern nass ist. In der Nacht hilft ein Baumwollhandschuh, der im Mund wenig gut schmeckt. Schenken Sie Ihrem Kind Beachtung und setzen Sie es nicht zu sehr unter Druck. Denn merkt das Kind, dass es Sie durch das das ständige Daumenlutschen enttäuscht, fühlt es sich noch mehr unter Druck gesetzt und braucht dann den Daumen, um sich zu beruhigen.

Von der Windel aufs Töpfchen
Irgendwann muss Schluss mit den Windeln sein, von nun an soll das Kind die Toilette benutzen. Dies kann man dem Kind allerdings auf keinen Fall aufzwingen, denn hierzu müssen diverse körperliche und geistige Voraussetzungen erfüllt sein. Etwa zwischen dem zweiten und dritten Geburtstag sollte Ihr Kind langsam so weit sein. Setzen Sie sich selbst und Ihr Kind nicht unter Druck. Die Toilette statt der Windel zu benutzen ist ein langer Lernprozess, auch Rückfälle sind ganz normal. Um den Anreiz zu erhöhen, kann man belohnen, dies wirkt immer weitaus wirkungsvoller als zu bestrafen.

Alleine sein
Selbst das Spielen muss ein Kind lernen. Damit Kinder sich beispielsweise gern auch mit sich allein beschäftigen, müssen Eltern lernen, auch schon ihrem Einjährigen Freiheiten zu lassen. Selbst drei- bis viermonatige Kinder mögen es, auch mal für einige Minuten allein gelassen zu werden, so können Sie die Welt um sich herum entdecken und ihr Selbstwertgefühl dadurch stärken, dass sie etwas unabhängig von den Eltern machen. Schaffen Sie also eine möglichst anregende Umgebung für Ihr Kind.

Spielen und verlieren
Zwar macht Spielen dem Kind viel Spaß – doch Verlieren fällt den wenigsten Kindern leicht. Pädagogen raten, dem Kind zu zeigen, dass Wut in Ordnung ist und es dies nicht herunterschlucken muss. Denn verlieren Kinder, zweifeln sie an ihren Fähigkeiten. Das ist ganz normal. Fällt ihnen jedoch selbst im Vorschulalter noch das Verlieren schwer, liegt das meist an mangelnder Selbstsicherheit. Schenken Sie Ihrem Kind dann besonders viel Aufmerksamkeit und versuchen Sie zu ergründen, woher die Unsicherheit kommt. Loben Sie Ihr Kind jedes Mal, wenn es fair verliert.

Die Entwicklung von Kindern besteht aus vielen kleinen und großen Schritten. Eltern können und sollten ihre Kinder beim Lernen unterstützen und fördern.