Letzte Chance bei einer Erektionsstörung: Der operative Eingriff

Eine Operation bei einer Erektionsstörung bleibt risikobehaftet. Machen Sie sich deshalb ausreichend Gedanken!


Bei dieser Möglichkeit, dem hydraulischen Implantat, werden neben den beiden Zylindern, die in die Schwellkörper eingesetzt werden, zusätzlich zwei weitere Eingriffe vorgenommen. Da diese Technik mit Wasser funktioniert, welches in die künstlichen Schwellkörper geleitet wird, braucht es eine zusätzliche kleine Pumpe. Diese wird in den Hodensack platziert. Ein Flüssigkeitsreservoir wird dann in den Bauchraum eingesetzt, aus der das benötigte Wasser bezogen wird. Mit schnellen Handgriffen kann der Mann so Flüssigkeit in die Implantate leiten, wodurch eine Erektion entsteht. Der Vorteil zum vorherigen Modell liegt darin, dass hier der Penis in Länge und Breite zunimmt, sodass dieses Operationsergebnis dem natürlichen Zustand am nächsten kommt. Außerdem ist die einzige Operationsnarbe, die entsteht, kaum sichtbar, wodurch der Patient keine Einschränkungen seiner Lebensqualität erlebt und sich offen am FKK-Strand oder in der Sauna zeigen kann. Allerdings muss der Patient für diesen gesteigerten Tragekomfort auch einige mögliche Nachteile in Kauf nehmen:

  • Die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Eingriffs ist bei dem hydraulischen Modell höher, da mehr technische Komplikationen auftreten können.
  • Die Operation birgt mehr Risiken, da sie komplizierter ist. Der behandelnde Arzt sollte die nötige Erfahrung mitbringen.

Meist aber werden diese Risiken seitens der Patienten akzeptiert, da die hydraulischen Implantate den anderen gegenüber mehr Vorteile aufweisen. Die gesamte Operation dauert circa eine Stunde und der Patient wird danach eine Woche zur Beobachtung im Krankenhaus behalten.

Erektionsstörung beheben durch OP - Machen Sie sich Gedanken
Wie jede Operation birgt auch ein solcher Eingriff Risiken, die vorher gut durchdacht werden sollten. Wichtig ist hierbei immer das ausführliche Gespräch mit dem Doktor. Wer sich gut und ausführlich beraten lässt und einen solchen Eingriff nicht innerhalb eines Tages entscheidet, ist auf der sicheren Seite. Informiert werden sollte sich außerdem über die Erfahrung des Arztes, der den Eingriff vornehmen wird. Spezialisten raten dazu, sich nur in die Hände eines Arztes zu begeben, der mindestens zehn solcher Eingriffe im Jahr durchführt.
Die Statistik sagt, das rund 90 Prozent der Menschen mit Schwellkörperimplantaten rumdum zufrieden sind. Das mag viel erscheinen, beinhaltet aber immerhin eine stolze Anzahl von zehn Prozent unzufriedener Männer. Da ein solcher Schritt nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, sollte man sich vorher genau überlegen, ob man bereit ist, für den Rest seines Lebens mit einem nicht hundertprozentig zufriedenenstellenden Ergebnis zu leben oder mit der Erektionsstörung vorlieb nimmt.

Bezahlt die Kasse?
Im Generellen ist das Einsetzen eines künstlichen Schwellkörpers Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Dies aber nur, wenn es unbedingt medizinisch erforderlich ist. Die Krankenkasse wird dies vor der Operation prüfen und erst dann die Kostenübernahme bewilligen.