In Deutschland erkranken regelmäßig 1.800 Kinder an Blutkrebs. Nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern ist die Diagnose von Leukämie eine schlimme Nachricht. Doch die Ursachen für Leukämie bei Kindern sind anhand einer Fallkontrollstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz bekannt. So tragen Kinder mit dem Morbus Down Syndrom ein deutlich erhöhtes Risiko an Leukämie zu erkranken. Deutlich schwächere Risiken ergeben sich ionisierende Strahlung und ein hohes Geburtsgewicht. Auch eine Pestizidexposition oder eine Exposition der Mutter durch Farben, Lack oder Färbemittel erhöhen das Risiko eines Kindes, an Leukämie zu erkranken.
Risikofaktoren
Weitere Risiken lassen sich aus dem Alter der Mutter oder der Häufigkeit einer Bronchitis für das Kind ableiten. Auch können ein sehr niedriges Geburtsgewicht oder eine Tonsillektomie (Entfernen der Gaumenmandeln) des Kindes die Entstehung von Leukämie begünstigen. Weder beim Zigarettenrauch der Eltern oder auch beim Alkoholkonsum der Mutter ist ein eindeutiger Zusammenhang zu erkennen. Auch frühere Fehlgeburten oder ein Kaiserschnitt sind keine direkten Faktoren, die Leukämie auslösen können. Welche Faktoren genau die Leukämie bei Kindern begünstigen, weiß man bis heute nicht. Teilweise gibt es Vermutungen, aber es ist leichter, die eventuellen Risikofaktoren, die zur Bildung von Leukämie führen, auszuschließen, als sie zu benennen.
Röntgen kein Risiko
Auch Röntgenuntersuchungen, sowohl von der Mutter als auch beim Kind, stehen in keinem direkten Zusammenhang. Es müssen weitere Studien und Nachforschungen betrieben werden, um die Risikofaktoren für die Entstehung von Leukämie bei Kindern deutlicher benennen zu können.