LGA Siegel: Auf Schadstoffe geprüft

Damit man seinen Kindern kein Spielzeug voller Schadstoffe schenkt, prüft der TÜV Rheinland jährlich 100.000 Spielwaren und vergibt das LGA Siegel.


Ein Spielzeug, das das LGA Siegel erhält, wurde von unabhängigen Laboren auf diverse Schadstoffe geprüft. Denn gerade im billigen Spielzeug verstecken sich oft verbotene Weichmacher, sogenannte Phthalate. Trägt ein Spielzeug das „LGA tested safety“- oder „TOXPROOF“-Siegel von TÜV Rheinland kann man sichergehen, dass es keine gefährlichen Schadstoffe enthält.

Gesundes Spielen
Doch nicht nur Schadstoffreiheit ist durch das LGA Siegel gewährleistet, auch wurde es auf krebserregende Stoffe getestet, genau wie auf weitere Schadstoffe, zum Beispiel Holzschutzmittel in Holzspielzeug, Weichmacher oder Azofarbstoffen in diversen Spielzeugen. Auch muss Spielzeug aus Stoff, robust genug sein, Waschgänge zu überstehen und darf nur aus schwer entflammbarem Material sein.

Was wird geprüft?
Zunächst werden die Spielsachen gemäß der EG-Spielzeugrichtlinie 88/378 (EN71), die für die CE-Kennzeichnung notwendig ist, getestet. Es wird also quasi geprüft, ob die Hersteller die Richtlinien auch wirklich eingehalten haben. Beim CE-Zeichen handelt es sich nämlich nicht um ein Gütesiegel. Die Hersteller verpflichten sich einfach nur, die Richtlinien eingehalten zu haben, dies wird jedoch nicht von unabhängiger Stelle geprüft. Produkte, die mit dem GS- oder TÜV-PROOF-Zeichen zertifiziert worden sind, kann man seinen Kindern also bedenkenlos zum Spielen geben.
Der TÜV Rheinland hat schon falsche Kennzeichnungen, Warnhinweise, vertauschte Anschriften und Ähnliches aufgedeckt, selbst ungesicherte Batteriefächer bei Spielzeug haben sie ausfindig gemacht, was bei Verschlucken zu Verätzungen führen könnte. Auch der Geruch von Spielzeug wird überprüft, schließlich entstehen die unangenehmen Gerüche durch Lösungsmittel.

Wofür das Siegel nicht steht
Beurteilt werden jedoch nicht Qualität, Haltbarkeit, Gebrauchstauglichkeit oder gar die Produktionsbedingungen unter denen das Spielzeug entstanden ist. Bei dem Testverfahren des TÜVs geht es nur darum, ob das Spielzeug von einem gesundheitlichen Standpunkt gefährlich ist.
Dennoch richten die Verantwortlichen regelmäßig Appelle an die Käufer, lieber auf Qualität als auf Quantität zu achten. Neben dem TÜV-Siegel sollte man auch auf das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit achten.

Neutrales Prüfzeichen
Auf den Internetseiten des TÜV Rheinlands kann man sich über die Testergebnisse informieren – und die sind recht umfangreich, schließlich werden jährlich etwa 100.000 Spielzeuge kontrolliert.
Die Siegel des TÜV Rheinland sind neutrale Prüfzeichen, auf die man sich verlassen kann, die Spielzeuge müssen hohe Ansprüche erfüllen. So kann man als Verbraucher sichergehen, dass man mit dem Spielzeug Sicherheit und Qualität erwirbt.