Lichttherapie

Die Bestrahlung mit Licht hat einen positiven Einfluss auf die Stimmung. Der Botenstoff Serotonin wird vom Gehirn freigesetzt und bewirkt die gute Laune.


Bei psychischen Störungen wird die heilende Wirkung von Licht häufig therapeutisch eingesetzt. Bei Depressionen, die saisonabhängig (Winterdepression, SAD) oder zyklusbedingt (PMDS) sind, eignet sich die Lichttherapie besonders.

Licht hat einen enorm positiven Einfluss auf die Stimmung. Im Sommer ist der Gemütszustand bei den meisten von uns besser als im Winter. Dieses gute Gefühl geben uns die hellen Sonnenstrahlen, die eine Erhöhung des Serotonin-Spiegels zur Folge haben. Daher kommt eine Lichttherapie bei einer saisonabhängigen Depression (Winterdepression) zum Einsatz. Der Patient wird ein bis zwei Stunden sehr hellem Licht ausgesetzt. Das Kunstlicht wird im Winter meist in den Morgenstunden eingesetzt. Die therapeutische Wirkung ist mittelstark einzustufen. Die Therapie wird etwa 14 Tage durchgeführt. Der Vorteil der Lichttherapie ist, dass sie keine Nebenwirkungen hat. Hier wird die Therapie auf der Annahme gestützt, dass die Ursache für die Depression in der verkürzten Tageszeit liegt. Die Methode wird oft mit Medikamenten kombiniert.

Melatonin-Therapie
Bei einer Winterdepression scheint neben der Lichttherapie auch eine Therapie mit Melatonin hilfreich zu sein. Amerikanische Wissenschaftler fanden heraus, dass die Einnahme einer kleinen Menge des Hormons am späten Nachmittag eine höchst positive Wirkung gegen depressive Verstimmungen hervorruft. Denn durch das frühere Vorhandensein von Melatonin, auch als chemisches Signal für Dunkelheit zu verstehen, kommt es zu einer Verschiebung des Tagesrhythmus’ – in die natürlichen Bahnen zurück.