Loch bohren: Keine Angst vor der Wand

In die Wand ein Loch bohren - viele Frauen haben Angst davor. Dabei ist dies ein simples Unterfangen, das selbst nicht so kräftige Frauen leicht bewältigen können.


Eine Wohnung ist nie wirklich fertig, immer gibt es etwas zu tun oder es wird etwas verändert. Wände werden neu gestrichen, Parkett verlegt, die Möbel umgeräumt. Hin und wieder ist es auch erforderlich, handwerklich tätig zu werden und Löcher für Regale, Bilder und Gardinenstangen in die Wand zu bohren. Eine ungeliebte Tätigkeit, die besonders von vielen Frauen gemieden wird, doch so schwer, wie es aussieht, ist es ganz und gar nicht.

Allgemein
Bohrmaschinen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. So werden die Maschinentypen grob nach dem zu durchbohrenden Material (Holz, Metall, Stein) unterschieden. Um das Bohren in Beton und Mauerwerk zu vollführen, werden in der Regel Schlagbohrmaschinen verwendet, die sowohl für Stein als auch Holz und Metall geeignet sind. Neben der normalen Drehbewegung führt die Schlagbohrmaschine gleichzeitig rhythmische Schlagbewegungen aus, durch die das Bohren durch ein festes Material erleichtert wird. Da die Vibrationen jedoch in einem hohen Maße die Arme belasten, kann diese Funktion auch ausgeschaltet werden, zudem ist ein präzises Bohren bei Holz und Metall nur ohne Vibration möglich.


Vorbereitung zum Loch bohren
Gute Bohrmaschinen sind zwar sehr teuer, doch eine gute Investition, denn Bohrungen fallen doch öfter an, als man vielleicht vermuten möchte. Wer diese Investition jedoch nicht tätigen will, kann sich eine Schlagbohrmaschine entweder in einem Baumarkt gegen Gebühr ausgleichen oder bei einem männlichen Nachbarn, da dies für viele zur Grundausstattung gehört – vergleichbar wie das Make-Up für die Frau. Des Weiteren brauchen Sie passende Dübel für die entstehenden Löcher in der Mauer, um der Schraube später Halt zu geben. Hierzu müssen Sie die Größe suchen, die zu der Größe des Bohrers passt. Am besten lassen Sie sich in einem Baumarkt beraten.

Ein Loch bohren - Durchführung
Stehen Bohrmaschine, Dübel und Schrauben bereit, muss die Wand auf ihr Innenleben hin untersucht werden, um keine Strom- und Wasserleitungen anzubohren.
Mit einem sogenannten Leitungs- und Metallprüfer, der im Baumarkt erhältlich ist, wird nun über die gewünschte Wandstelle gefahren, das Gerät verdeutlicht den Verlauf von Leitungen durch akustische oder auch optische Signale. Versetzen Sie nun das gewünschte Loch mindestens drei Zentimeter von einer Leitung und markieren sie dieses mit einem Punkt.
Nun wird das Gerät an eine Stromquelle angeschlossen. Stellen sie die Geschwindigkeit auf die höchste Stufe und schalten Sie das Gerät ein. Der Bohrer wird nun langsam zur markierten Stelle geführt und rein gebohrt. Wenn Sie nur schwer vorankommen, ziehen sie den Bohrer ein kleines Stück heraus und gehen dann wieder hinein, das Einschalten der Vibrationsfunktion kann helfen. Ist das Loch tief genug, ziehen Sie nun den Bohrer langsam aus dem Loch und schalten ihn erst dann aus. Um unnötigen Schmutz zu vermeiden, sollte eine zweite Person ein Staubsaugerrohr unter dem Loch halten.
Nun stecken Sie einen Dübel in das gebohrte Loch – fertig.