Löwenzahntee reinigt und stärkt

Im Frühling lässt sich dank üppig sprießender Blätter Löwenzahntee, der hilft Krankheiten vorzubeugen, wunderbar selber machen.


Es ist nicht schwer, sich einen bekömmlichen Löwenzahntee zu Hause selbst zu machen. Sicher gibt es diesen auch in Reformhäusern als fertigen Beuteltee zu kaufen, aber da der Löwenzahn die Hälfte des Jahres sowieso in Hülle und Fülle sprießt, kann man sich auch einfach ein paar Blätter pflücken und diese zu Tee verarbeiten.

Herkunft und Verbreitung
Der Löwenzahn heißt Löwenzahn, weil die so typisch geformten Blätter, die bis zu 30 Zentimeter lang werden können, beim Betrachter den Gedanken an das Maul und die Zähne eines Löwen hervorrufen.
Die zur Familie der Korbblütler gehörende Pflanze verwandelt sich im Laufe ihrer Hauptblütezeit, die in der Regel von April bis Mai andauert. Die einst gelb blühende Pflanze wird nach einigen Tagen nämlich zur Pusteblume. Aus der gelben Scheinblüte, die gerade noch in der Sonne geleuchtet hat, entwickeln sich nun Früchte, die als sogenannte Schirmflieger vom Wind in alle Richtungen fortgetragen werden, um so die Vermehrung zu garantieren. Diese Verbreitungsweise ist sicher auch ein Grund, warum der Löwenzahn so ziemlich überall zu finden ist.
Vor Jahren wurde der Taraxacum officinalis, wie der Löwenzahn im Lateinischen heißt, als lästiges Unkraut abgetan, dabei handelt es sich hierbei um ein wertvolles Heilkraut mit zahlreichen Anwendungsgebieten.

Löwenzahntee als vorbeugende Maßnahme
Bereits zu Zeiten der Antike und auch im Mittelalter fand der Löwenzahn seinen festen Platz in der Naturheilkunde. Mit der Wirkung einer Droge wurde er Patienten als Heilmittel verabreicht. Damals wurde speziell der milchige Saft des Stängels zur Behandlung von Augenkrankheiten genutzt.
Heute werden hauptsächlich die Blätter verwendet. Als Heiltee eingesetzt kann Löwenzahn Beschwerden bei Gelenkrheuma, Gallen- und Nierenschmerzen lindern. Außerdem wird er in Verbindung mit Brennnessel auch oftmals zur Blutreinigung und Entschlackung des Körpers eingesetzt. Durch die im Löwenzahn enthaltenen Bitter- und Gerbstoffe wird der gesamte Bereich von Magen und Darm gestärkt. Blähbauch, Völlegefühl und eine träge Verdauung haben so keine Chance. Aber auch die Leberfunktion wird unterstützt, beziehungsweise Lebererkrankungen wird vorbeugend entgegengewirkt.

Zubereitung
Für die Zubereitung von Löwenzahntee sollten ausnahmslos Pflanzen verwendet werden, die nicht direkt an Straßen zu finden sind. Wiesen und Felder eignen sich daher besonders gut zur Suche von nutzbaren Pflanzen. Von diesen werden für das Teegetränk nur die zackigen Blätter benötigt, die getrocknet und anschließend fein gehackt werden. In diesem Zustand lassen sich die Blätter sogar für einige Zeit lagern, sofern sie gut verpackt sind.
Um wohltuenden heißen Löwenzahntee zu erhalten, gibt man einfach einen gehäuften Esslöffel der zerkleinerten Blätter in einen Becher und übergießt das Ganze mit noch kochendem Wasser. Am besten den Tee abgedeckt rund fünf Minuten ziehen lassen und dann möglichst ungesüßt in kurzen kleinen Schlucken trinken.