Lohnsteuer: Werbungskosten geltend machen

Wer weiß, wie man in der Lohnsteuer Werbungskosten absetzt, der spart bares Geld und den Gang zum Steuerberater.


Die Lohnsteuer ist für viele Berufstätige ein leidiges Thema, vor allem dann, wenn man keinen Experten zu Rate zieht. Wer sich jedoch mit der Thematik auseinandersetzt, der kann auch in Eigenregie eine Menge Geld sparen. Die Möglichkeiten, in der Lohnsteuer Werbungskosten abzusetzen, sind vielfältig, aber nicht immer klar definiert.

 

In der Lohnsteuer Werbungskosten absetzen - was fällt darunter?

  • Insbesondere aber berufliche Ausgaben lassen sich oft leicht unter diesen Punkt bringen. So können hier die Fahrten zur Arbeit, die Ausgaben für Arbeitskleidung sowie geschäftliche Reisen und Mitgliedschaften, die im Rahmen der Arbeit abgeschlossen wurden und nötig bzw. förderlich für die eigene Arbeit sind, abgesetzt werden. Auch Arbeitsmaterialien, zum Beispiel der Bedarf für die tägliche Büroarbeit, gehören hier dazu.

 

  • Seitens des Staats steht hier eine Pauschale von 920 Euro zur Verfügung. Diese wird aber leicht überschritten. Hier hat der Steuerzahler die Möglichkeit in der Lohnsteuer Werbungskosten individuell zu begründen. Dafür sind aber unter anderem Belege und Rechnungen nötig, weshalb unbedingt darauf zu achten ist, entsprechende Schriftstücke sorgfältig aufzubewahren. Bloße Quittungen, insbesondere bei Einkäufen oder Geschäftsessen, reichen häufig nicht aus. Bei den täglichen Fahrten zum Arbeitsplatz und wieder zurück reicht oft dafür schon die Angabe der gefahrenen Kilometer.

 

Steuerliche Vergünstigung auch für Arbeit von Zuhause?

  • Erheblich schwieriger haben es Arbeitnehmer und Selbständige, die von Zuhause aus arbeiten. Hier lassen sich die Kosten oft nicht so leicht absetzen, da der deutsche Staat dies nur anerkennt, wenn sich dort der Mittelpunkt des beruflichen Lebens befindet. Aber auch hier fallen Kosten an, wie zum Beispiel bei der Anschaffung eines Computers oder sonstigen Bürobedarfs. Zu empfehlen ist hier, die Kosten trotzdem zu nennen, da bezüglich des häuslichen Arbeitsplatzes noch kein richterliches Urteil gefällt wurde.

 

  • Es besteht also eine realistische Chance mit seinen Ausgaben nicht auf der Strecke zu bleiben. Allerdings kann man keine derart klaren Ansprüche formulieren wie in anderen Fällen. Zusätzlich lassen sich Ausgaben angeben, die in Verbindung mit einem berufsverbundenen Wohnortwechsel auftraten. Hier sind Zahlungen, wie zum Beispiel Maklergebühren oder Transportkosten, anzugeben. Die nächste Lohnsteuer kann also kommen - und in der Lohnsteuer Werbungskosten abzusetzen ist oft einfacher als man denkt.