Lohnsteuerformular: So wird es richtig ausgefüllt

Das detaillierte und gründliche Ausfüllen eines Lohnsteuerformulars ist durchaus eine lösbare und meist auch finanziell lohnenswerte Aufgabe.


 

Trotz der weitverbreiteten Meinung, dass das Ausfüllen des Lohnsteuerformulars eine schwierige Angelegenheit sei, ist es mit ein bisschen Zeitaufwand für jeden relativ problemlos machbar. Zahlreiche erhältliche Computerprogramme leisten für das richtige Ausfüllen der betreffenden Formulare eine wertvolle Hilfe und leiten den Anwender sehr übersichtlich durch das gesamte Formular. Beim Ausfüllen gibt es dennoch einige Grundregeln zu beachten.

Grundregeln
Nicht jeder Arbeitnehmer ist verpflichtet, eine Einkommenssteuererklärung beim Finanzamt einzureichen. Für die meisten Angestellten ist der Lohnsteuerjahresausgleich freiwillig, kann sich aber beispielsweise bei einem langen Weg zur Arbeit lukrativ auszahlen. Das Lohnsteuerformular ist vollständig und tatsachengerecht auszufüllen. Auch sollten alle notwendigen Anlagen, detailliert ausgefüllt, dem Hauptformular beiliegen.

Mantelbogen und Anlagen
Das Lohnsteuerformular besteht aus einem Hauptformular, welches auch als Mantelbogen bezeichnet wird, und mehreren verschiedenen Anlagen. Dabei müssen nicht alle Anlagen ausgefüllt und beigefügt werden. Welche Anlagen benötigt werden, richtet sich nach den ganz individuellen Lebens- und Einkommensverhältnissen. Neben der Anlage N, mit den Angaben der Lohnsteuerkarte und den abzusetzenden Werbungskosten, gehören die Anlage K mit den betreffenden Angaben zu den Kindern und die Anlage V zur Vermietung und Verpachtung zu den am häufigsten zur Anwendung kommenden Anlagen. Im Gegensatz dazu gehört der vierseitige Mantelbogen immer zur Einkommenssteuererklärung und muss auch ausgefüllt werden. In diesen trägt man zunächst alle persönlichen Angaben ein. Neben der Steuernummer, beziehungsweise der Identifikationsnummer und dem zuständigen Finanzamt, beinhalten die Angaben zur Person den Namen, das Geburtsdatum, den Beruf, die Konfession, den Familienstand, die Wohnadresse und die Bankverbindung. In der Zeile 19 möchte das Finanzamt von Ehepaaren wissen, für welche Veranlagungsart sie sich entscheiden. Auf der zweiten Seite sind alle Sonderausgaben, wie beispielsweise Renten, Unterhaltsleistungen, Kirchensteuern, Spenden und Mitgliedsbeiträge einzutragen. Auf der dritten Seite werden alle außergewöhnlichen Belastungen, wie beispielsweise die Aufwendungen für die Pflege von Familienangehörigen abgearbeitet. Die letzte Seite des Mantelbogens befasst sich dann noch mit verschiedenen sonstigen Angaben. Dazu zählen die Einkommensersatzleistungen, wie das Mutterschafts-, Kranken- oder Elterngeld. Nach dem Ausfüllen werden dem Lohnsteuerformular noch alle relevanten Anlagen, die Lohnsteuerkarten, Quittungen und Belege beigefügt und letztendlich dem Finanzamt zugestellt.