Louboutin - der Herr der Erotik

Schuhe, so schön wie ihre Trägerinnen: Die berühmten Louboutins von Christian Louboutins bestechen durch einen sehr hohen Absatz und die rote Sohle.


Christian Louboutin, der französische Schuh- und Taschendesigner, weiß, wie Frauen ticken, so sagt er selbst. Man könnte meinen, das sei gelogen, allerdings muss man sich nur die von ihm designten Schuhe ansehen, um zu wissen, dass es stimmt! Die berühmten Louboutins sind Luxusstücke, die bei jeder Frau – sowie jedem Mann – ein reines Haben-Wollen-Gefühl auslösen. Kein Wunder, denn Louboutin findet nichts erotischer als Frauen auf Zwölfzentimeterabsätzen und kreiert demnach nur Schuhe, die diesem Anspruch gerecht werden. Die berühmten Louboutins mit den roten Sohlen sind daher Erotik, Sexappeal und Begehren pur. Sehr “flirty“ wie der Schuhgott sagt.

Karriere
Christian Louboutin wird 1963 in Paris in eine wahre Weiberwirtschaft hineingeboren. Sein Vater ist meist außer Haus, deshalb wächst er bei seiner Mutter und vier großen Schwestern auf. Im Arbeiterviertel von Paris beschäftigt sich der junge Louboutin aber nicht wie andere Jungs mit Fußballspielen, sondern treibt sich gerne in den Varietétheatern herum. Mit 13 wird er backstage als Botenjunge und Läufer eingestellt und kann so in die schillernde Welt des Unterhaltungstheaters eindringen. Besonders fasziniert ist er von den Frauen, die spärlich bekleidet und auf hohen Schuhen durch die Katakomben stöckeln. Dramen spielen sich dort ab, Outfitprobleme werden gelöst und Schuhprobleme besprochen. Christian Louboutin lernt in dieser Zeit viel. Über Frauen, aber auch über deren Tricks die Beine optisch zu verlängern, was ihn immer mehr zum Schuhe kreieren inspiriert. Schon als Kind hatte Louboutin nämlich den Wunsch gehegt, Schuhe zu entwerfen und sie den Varietétänzerinnen anzuziehen. Ausschlaggebend für diese Passion war ein Schild vor einem Museum, dass er als kleiner Junge gesehen hat: Ein Verbotsschild mit einem durchgestrichenen High Heel. Die Form des Schuhs, den es so in echt nie gegeben hätte, faszinierte den kleinen Louboutin so sehr, dass er ihn tagelang versuchte nachzuzeichnen. Seit diesem Tag an sammelt der Teenager und später der junge Mann Christian Louboutin Zeichnungen von Schuhen, zeichnet Skizzen und versucht auch, die Varieté-Tänzerinnen von seinem Können zu überzeugen. Leider hapert es hier vor allen Dingen am Geld, deshalb beschließt der Jungdesigner mit dem Schuhtick sich Mentoren zu suchen und erst einmal in die Lehre zu gehen. Dies geschieht dann auch, und zwar nur bei den besten. Louboutin lernt bei niemand geringerem als Maude Fiso, Yves Saint Laurent und Coco Chanel und erweitert dabei sein Fachwissen. 1992 eröffnet er dann in Paris seinen eigenen kleinen Laden, der schon bald von Prominenten bevölkert wird.

Wissenswertes
Warum hat jeder Louboutin-Schuh eine rote Sohle? Sicherlich, weil dies als Markenzeichen dient, aber genauso weil es sexy und verführerisch ist wie ein roter Kussmund. Louboutin kam auf diese Idee, als er an ein paar Entwürfen für seine Schuhe arbeitete, aber immernoch nicht zufrieden war. Irgendetwas hatte ihm gefehlt. Plötzlich wehte ihm Lackgeruch in die Nase, er drehte sich um und sah, wie seine Kollegin sich gerade die Fingernägel mit scharlachrotem Lack bemalte. Er stand auf, griff sich das Fläschchen und strich den frischen Lack auf die Sohle der Schuhe. Nun empfand er seine Kreation als perfekt und die typischen roten Sohlen der Louboutins waren geboren!

Persönliches
Christian Louboutin sagt selbst, dass er sich bewusst ist, dass er mit seiner Schuhmode bei Männern Gedanken an „das Eine“ weckt. Schließlich seien viele seiner Schuhe aber auch nicht zum Laufen da, sondern ebenso gut fürs Bett geeignet. Er selbst findet High Heels im Bett mehr als erotisch und spielt mit dem Gedanken, eine Kollektion nur für diesen besonderen Gebrauch zu entwerfen. O-Ton Louboutin: „Wer mit Schuhen laufen will, soll zu Adidas gehen.“

 

                                                                                                                                                                                 (Stand 21.07.2009)