Luftkollektor - eine besondere Art von Solarkollektoren

Dieser speziellen Art von Solarkollektoren dient Luft als Wärmeträger und sie stellt eine ökonomische Heiztechnik dar.


Ein Luftkollektor ist eine Art Solarkollektor, welcher als Wärmeträger Luft anstatt von Wasser verwendet. Wärmesammler, so genannte Absorber, befinden sich in einer Metallwanne und leiten die Wärmeenergie der Sonnen an die darunter strömende Luft weiter. Mittlerweile liegt der Wirkungsgrad der Wärmeübertragung bei 50 - 70 Prozent. Der Kollektor wird auf der Sonne zugewandten Flächen, wie zum Beispiel dem Hausdach, montiert. Der Bau einer solchen Anlage wird staatlich unterstützt und auch der Privatanwender kann diese Förderungen in Anspruch nehmen.

Nutzungsmöglichkeiten

  • Da Luft die Energie über längere Zeit nicht speichern kann, gibt es zwei Verfahren um die durch den Luftkollektor gewonnene Wärme zu nutzen. Die sicher einfachste Methode ist, die erwärmte Luft mit Hilfe eines Ventilators direkt in das Gebäude zu blasen. So lassen sich Wohn- und Ferienhäuser, aber auch große Bauten unkompliziert heizen und belüften. Ebenso ist es möglich den Kollektor mit den sehr verbreiteten Luftheizanlagen zu kombinieren.
  • Eine alternative Möglichkeit ist es, eine Wärmetauscher einzusetzen, der die überschüssige Wärme der stark erhitzen Luft an ein Speichermedium abgibt. Die etwas abgekühlte Luft kann dann ebenfalls in die Räume geblasen werden. Als Speicher empfehlen sich auf Grund ihrer hohen Speicherkapazität vor allem gedämmte Wasserspeicher. Auch Speichersteine oder Hypo- und Murokausten, welche die Energie bis zu drei Tage lang speichern, können verwendet werden. Schon seit mehreren Jahren nutzt die Landwirtschaft die Technik des Luftkollektors zum Trocknen von Getreide, Heu und anderer Biomasse.

Vor- und Nachteile

  • Die Verbreitung des Luftkollektors ist noch gering, wird jedoch auch hier zu Lande immer interessanter, da diese einfache Heizmöglichkeit keine fossilen Energiestoffe verbraucht. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kollektoren frische Luft ins Gebäude bringen und daraus resultierend eine Lüftung mit Energiegewinn ermöglichen.
  • Auch gegenüber Wasser als Wärmeträger hat Luft Vorteile. Da Luft nicht kochen kann, kommt es zu keiner Beschädigung der Kollektoren und auch im Winter besteht nicht die Gefahr des Einfrierens von Leitungen und Kollektoren. Der Luftkollektor ist reaktionsschneller als der Wasserkollektor, was vor allem bei schwacher Sonneneinstrahlung im Winter eine wichtige Rolle spielt.
  • Nachteilig sind die relativ dicken Luftrohre die beim Bau einer Anlage ins Haus eingebaut werden müssen. Auch die aufwendige Speicherung der Energie sollte beachtet werden.