Lymphknotenschwellung

Eine Lymphknotenschwellung ist nicht nur ein Anzeichen von Erkältungen oder dem Pfeifferschen Drüsenfieber. Auch andere Fremdstoffe wie krebsauslösende Erreger können diese Immunreaktion bewirken.


Wie die Blutbahnen auch durchzieht ein einzigartiges Lymphsystem den menschlichen Körper. Dies befindet sich direkt unter der Haut und in den Lymphknoten werden die Lymphozyten gebildet. Die Lymphozyten sind wie die Leukozyten auch weiße Blutkörperchen, die bei der körpereigenen Immunabwehr eine sehr wichtige Rolle spielen. Denn die Lymphknoten, die über den ganzen Körper verteilt sind, bilden bei erhöhtem Bedarf mehr Lymphozyten und schwellen in Folge dessen an. Eine Lymphknotenschwellung kann daher für den Arzt ein wichtiger Indikator für eine immunbedingte Erkrankung sein.


Andere Krankheiten als Ursache
Nicht nur Erkältungen oder das Pfeiffersche Drüsenfieber sorgen für eine Lymphknotenschwellung, auch andere Fremdstoffe wie krebsauslösende Erreger können diese Immunreaktion bewirken. Bei Blutvergiftungen können die Lymphknoten, die in direkter Peripherie zur Bisswunde liegen, ebenfalls anschwellen. Als weitere ernsthafte Ursachen für die Lymphknotenschwellung müssen auch bösartige Tumore, Tuberkulose oder gar die Immunkrankheit AIDS in Betracht gezogen werden.

Untersuchung und Laborergebnisse
Daher muss der Arzt sehr sorgfältig bei der Suche nach der Ursache sein. Eine geübte Hand kann die angeschwollenen Lymphknoten in der Regel ertasten. Dies allein liefert aber noch keine Diagnose. Im Zweifelsfall liefert die Gewebsentnahme ein eindeutiges Ergebnis. Dazu wird dem Patienten eine Gewebsprobe aus dem angeschwollenen Lymphknoten entnommen und im Labor auf bösartige Zellenveränderungen untersucht.

Behandlungsmöglichkeiten
Die Möglichkeiten der Therapie hängen von der Ursache für die Lymphknotenschwellungen ab. Stehen diese im Zusammenhang mit einer Erkältung, sollte man deren Symptome behandeln. Denn ist die Erkältung am Abklingen, schwellen die Lymphknoten auch schnell wieder ab. Die Einnahme von homöopathischen Mitteln kann den Abheilungsprozess unterstützen, wenn nicht sogar beschleunigen. Steht die Lymphknotenschwellung allerdings mit der Bildung eines Tumors oder einer anderen schwerwiegenden Krankheit im Zusammenhang, muss ein Arzt eine geeignete Therapie bestimmen. Die Kooperationsbereitschaft und der Wille des Patienten, wieder gesund zu werden, sind an dieser Stelle sehr wichtig.