Das Madopar wird angewendet, zur Behandlung der so genannten Parkinson-Krankheit. Es handelt sich hierbei um eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei welchem unwillkürliche und willkürliche Bewegungsabläufe gestört sind. Diese Krankheit betrifft meist die Menschen zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr.
Die möglichen Nebenwirkungen bei Einnahme des Medikamentes
Die nachfolgenden Nebenwirkungen können auftreten, müssen aber nicht.
Sehr häufige Nebenwirkungen sind Störungen im Bewegungsablauf, unkontrollierte Bewegungen des Kopfes, der Zunge und des Mundes. Aber auch Übelkeit, Erbrechen oder Urin Verfärbungen können sehr häufig auftreten. Häufig kommt es bei diesem Medikament zu Verstimmungen, zur Benommenheit, zur Verwirrtheit und zu Schlafstörungen. Es kann aber auch zu Appetitlosigkeit, zu Zittern und zur Mundtrockenheit führen. Zu der Kategorie der seltenen Nebenwirkungen zählen Krämpfe, Gefühlsstörungen und Kreislaufstörungen. Es können auch Magen- und Darmgeschwüre, Atembeschwerden, Venenentzündungen sowie Leberfunktionsstörung auftreten, bei der Einnahme von Madopar. In vereinzelt auftretenden Nebenwirkungen leidet man an Magenblutungen, an Hautverdickungen und Hautausschlägen, Gewichtsverlust oder Leberentzündungen mit Gallestau.
Risiken und Gegenanzeigen bei der Behandlung
Wenn man nervendämpfende und schmerzlindernde Medikamente wie Neuroleptika und opioide Schmerzmittel, Kreislaufmittel und blutdrucksenkende Mittel einnimmt, kann es zu einer Verminderung der Wirkstoffe Levodopa und Benserazid, welche beide in Madopar enthalten sind, kommen. Bei selektiven MAO-Hemmern hingegen kann es zur Erhöhung des Effektes von Levodopa kommen, jedoch ohne Wechselwirkungen auszulösen. Wenn man einen unselektiven MAO-Hemmer einnimmt, kann es zu krisenhaftem Blutdruckanstieg kommen. Solche Medikamente müssen dann mindestens 14 Tage vor Beginn der Behandlung abgesetzt werden.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Das Reaktionsvermögen kann sich bei Einnahme von Madopar herab setzen. Somit kann die Teilnahme am Straßenverkehr eingeschränkt sein. Auch beim Bedienen von Maschinen kann es zu Einschränkungen kommen. Wenn man Nebenwirkungen in den ersten Tagen hat, sollte man seinen Arzt befragen, um eventuell die Dosis zu verringern. Wenn man unter depressiven Verstimmungen leidet, können diese während der Therapie verstärkt werden. Zu Beginn der Behandlung mit Madopar ist eine häufige Kontrolle der Leber-, Nierenfunktion und des Blutbildes notwendig. Bei allergischen Reaktionen wie Hautrötungen, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautanschwellung, Jucken und Rötung der Augen sollte umgehend der Arzt informiert werden.