Märchen von Frau Holle: Nacherzählung

Zu den bekanntesten Volksmärchen gehört das Märchen von Frau Holle, es wurde von den Brüdern Grimm niedergeschrieben.


In der bekannten Märchensammlung der Brüder Grimm aus dem 19. Jahrhundert ist auch das Märchen von Frau Holle vertreten. Jakob und Wilhelm Grimm notierten zahlreiche Volksmärchen, die sie auf ihren Reisen und Wanderungen zu hören bekamen und veröffentlichten diese in der Anthologie „Kinder- und Hausmärchen“. Der erste Band der Sammlung erschien im Jahr 1812, unter der Nummer 24 findet man das Märchen von Frau Holle. Es gehört bis heute zu den bekanntesten Märchen und ist in nahezu jedem Märchenbuch enthalten. Außerdem wurde die Geschichte von dem fleißigen und dem faulen Mädchen und der Zauberfrau im Brunnen mehrmals verfilmt und auch für die Theater- und Opernbühne adaptiert.

 

Inhalt

Das Märchen von Frau Holle handelt von einem fleißigen Mädchen, das nach dem Tod des leiblichen Vaters bei der Stiefmutter lebt. Diese behandelt jedoch nur die eigene Tochter gut, an der Stieftochter lässt sie ihre Launen aus und teilt ihr mehr Arbeiten zu, als sie verrichten kann. Als dem fleißigen Mädchen die Spindel in den Brunnen fällt, zwingt die Stiefmutter sie, hinterherzuspringen. Dadurch gelangt das Mädchen in eine Phantasiewelt, die sich sowohl im Brunnen als auch oberhalb der Wolken befindet. Nachdem ihr guter Charakter mehrmals auf die Probe gestellt wurde und sie sowohl reifen Äpfeln als auch Broten in einem Backofen geholfen hat, gelangt sie an das Haus von Frau Holle. Dort darf sie bleiben und wird gut behandelt, sie muss jedoch im Haushalt helfen und die Betten ausschütteln, denn dadurch schneit es auf der Erde. Nachdem sie einige Zeit bei Frau Holle gelebt hat, bekommt sie Heimweh und bittet darum, wieder nach Hause zu dürfen. Frau Holle stimmt zu und veranlasst einen Goldregen aus dem Tor, durch das das Mädchen auf die reale Welt gelangt. Sie wird dort als goldene Jungfrau in Empfang genommen. Die faule Halbschwester ist neidisch auf das Gold und springt ebenfalls in den Brunnen. Da sie jedoch weder den Äpfeln noch den Broten hilft und auch im Haus der Frau Holle nur faulenzt, wird sie auf dem Weg nach Hause am Ende der Geschichte mit Pech überschüttet, das ein Leben lang an ihr haften bleibt.

 

Die Botschaft

Das Märchen von Frau Holle hat eine klare moralische Botschaft: Fleißige Menschen mit einem guten Charakter erhalten eine Belohnung, wogegen faule und böse Menschen bestraft werden.