Magenverstimmung - Wenn etwas sauer aufstößt

Bei einer Magenverstimmung treten unter anderem die üblichen Symptome wie Völlegefühl oder Schmerzen im Oberbauch auf. Bei chronischen Anzeichen muss ein Arzt aufgesucht werden


Eine zu üppige Mahlzeit, ein paar Gläser Wein zuviel, dazu Stress im Beruf: Wer einen empfindlichen Magen hat, der leidet mitunter schnell an einer Magenverstimmung. Das kann vorkommen und ist in der Regel nicht dramatisch. Mitunter jedoch deuten die typischen Symptome auf ernstere Erkrankungen hin, die der Behandlung bedürfen. Die richtige Diagnose zu stellen, bereitet selbst Ärzten manchmal Mühe.

Typische Begleiterscheinungen
Die Symptome kennt fast jeder: Bei einer Magenverstimmung treten Völlegefühle und Schmerzen im Oberbauch auf, dazu kann Sodbrennen oder saures Aufstoßen kommen. Auch Übelkeit und Erbrechen gehören zu den klassischen Anzeichen. Je nachdem, was der Auslöser für die Beschwerden war, äußert sich die Krankheit auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Sehr häufig reagiert der Magen empfindlich auf seelische Belastungen, zum Beispiel bei Kummer, Stress oder Überlastung. Bei einer akuten Magenverstimmung wird ein Arzt in der Regel nicht gleich eine aufwendige Magenspiegelung durchführen. Treten die Beschwerden jedoch chronisch auf, kann eine gründlichere Untersuchung notwendig werden, insbesondere, wenn der Verdacht auf schwere Erkrankungen, wie z.B. ein Magengeschwür, fällt.

 

Bei dauerhaften Magenschmerzen zum Arzt
Treten die oben genannten Beschwerden immer wieder auf, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Beschwerden sich trotz Behandlung nicht verbessern. Sollten die Magenschmerzen auch nach fünf Tagen trotz Behandlung nicht nachlassen, muss ein Arzt aufgesucht werden. Das Gleiche gilt bei sehr starken Schmerzen, die über mehrere Stunden hinweg nicht nach lassen, bei Blut im Stuhl oder im Erbrochenen. Auch wenn es zu einer unerklärlichen Gewichtsabnahme kommt, sollte ein Arzt konsultiert werden. Auch Schmerzen, die bei körperlicher Anstrengung stärker werden sollten ernst genommen werden.

 

Fettreiche Mahlzeiten vermeiden
Wenn eine schwere oder ernsthafte Erkrankungen ausgeschlossen ist, kann die Magenverstimmung in der Regel schnell und wirksam selbst therapiert werden. Ein Antazidum, ein Mittel gegen Magenübersäuerung, lindert die Beschwerden meist zuverlässig. Zusätzlich sollte der Konsum von Alkohol und Nikotin vermieden werden. Wer zu Magenverstimmungen neigt, sollte versuchen, auf zu fettreiche Mahlzeiten zu verzichten.

 

Magenverstimmungen bei Kindern ernst nehmen
Grundsätzlich ernst nehmen sollte man die beschriebenen Symptome, sobald sie bei Kindern auftreten. Hier ist in jedem Fall ein Arzt zu Rate zu ziehen, da gewöhnliche Magenverstimmungen bei Kindern sehr selten auftreten und die Schmerzen meist andere Ursachen haben. Das Gleiche gilt für Patienten ab 50, die bisher keine Magenprobleme hatten. Da dass Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, ab dem 50. Lebensjahr stark zunimmt, sollte bei plötzlich auftretenden Beschwerden ebenfalls ein Arzt zu Rate gezogen werden. Oft äußert sich ein Tumor durch ganz ähnliche Symptome, wie eine akuten Magenverstimmung. Deshalb sollte der Gang zum Arzt in diesem Fall keinesfalls hinausgezögert werden.