Magersucht

Magersucht ist die bekannteste Essstörung. An ihr leiden zumeist Mädchen und junge Frauen. Der krankhafte Schlankheitswahn und das Kalorienzählen sind die auffälligsten Symptome.


Die Magersucht oder auch Anorexia nervosa ist eine der bekanntesten Essstörungen. Anorexia Nervosa heißt übersetzt so viel wie „nervlich bedingte Appetitlosigkeit“, was darauf hindeutet, dass wir es hier mit einer ernstzunehmenden Krankheit zu tun haben. An Magersucht leiden zumeist Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen 13 und 25 Jahren. Circa 100.000 Menschen werden allein in Deutschland als magersüchtig eingestuft. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich sehr viel höher, da Betroffene nicht erkennen, dass sie an dieser Krankheit leiden und sich selten anderen Menschen und schon gar nicht Ärzten anvertrauen. Magersüchtige erliegen einem krankhaften Schlankheitswahn, der für ungefähr 15 Prozent der Betroffenen tödlich endet.

 

Arten der Magersucht
Man kann zwei Typen von Magersucht unterscheiden. Es gibt den passiven und den aktiven Typus. Handelt es sich um den passiven Typ, hungert der Magersüchtige, ohne zwischendurch Fressattacken zu bekommen. Er hilft nicht mit verschiedenen Mitteln, wie Abführmitteln oder Appetitzüglern, der Kalorienabfuhr nach. Der aktive Typ hungert, hat Fressattacken und versucht, die so aufgenommenen Kalorien, durch Hilfsmittel und Erbrechen abzuführen. Hier ist die Grenze zur Bulimie sehr dünn.