Magnesium - Krankheitsbilder bei Fehlversorgung

Eine gestörte Versorgung des Körpers mit Magnesium bringt zwei Krankheitsbilder mit sich. Einen Magnesiummangel und einen Magnesiumüberschuss, bei dem riskante Situationen auftreten können


Eine ausreichende Versorgung mit dem Mineralstoff Magnesium schützt den Körper vor gefährlichen Krankheitsbildern. Im schlimmsten Fall kann der Magnesiummangel die Herzfunktion stören und zum erliegen bringen. Ist die Ausscheidung des Nährstoffes durch beispielsweise eine Niereninsuffizienz nicht gewährleistet und entsteht dadurch ein Überschuss, führt dies ebenfalls zu schweren Erkrankungen.
Eine gestörte Versorgung des Körpers mit Magnesium schränkt durch die Erschlaffung der Muskulatur wichtige Körperfunktionen ein und kann im Ernstfall zu einem Atemstillstand führen. Der Körper sollte durchschnittlich mit 24 – 28 Gramm Magnesium versorgt sein.

Magnesiummangel
Durch einen Magnesiummangel (Hypomagnesiämie) kommt es zu Gefäßverengungen, die wiederum Durchblutungsstörungen hervorrufen. Taubheitsgefühle und Verkrampfungen in verschiedenen Extremitäten wie Füße, Beine oder Finger treten auf. Eine intakte Durchblutung versorgt lebenswichtige Organe mit Sauerstoff. Ist dieser Kreislauf gestört, treten Symptome wie Muskelschwäche und Lähmungserscheinungen auf. Die allgemeine Muskelschwäche beeinträchtigt die Funktion des Magen-Darm-Trakts. Eine verminderte Muskeltätigkeit des Darms führt zu schweren Verstopfungen. Auch die Lungenmuskulatur kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Atemprobleme erschweren die Sauerstoffaufnahme. Versagt die Lungenmuskulatur, kann ein Atemstillstand eintreten. Atemprobleme beeinträchtigen wiederum die Herzfunktion. Treten Herzrhythmusstörungen birgt dies das Risiko eines Herzstillstands.

Magnesiumüberschuss
Auch ein Magnesiumüberschuss (Hypermagnesiämie) wirkt schädlich auf die Gesundheit des Körpers. Obwohl eine Hypermagnesiämie selten auftritt, besteht eine tödliche Gefahr. Der Blutdruck wird durch die Anreicherung des Mineralstoffes deutlich gesenkt. Erst wenn die Normwerte des Magnesiumsgehalts um das zwei- bis dreifache überschritten sind, tritt wie beim Magnesiummangel eine Erschlaffung der Muskulatur ein. Die Tätigkeit des Darms und der Blase setzen aus, was einen unkontrollierten Harnablass, Verstopfungen und ein Blähbauch zur Folge haben kann. Die Überversorgung stört das zentrale Nervensystem. Lähmungen beeinträchtigen lebenswichtige Körperfunktionen. Bei einer betroffenen Lungenmuskulatur erliegt die Atmung.