Die MRT oder auch Kernspintomographie genannt, stellt die Struktur und Verfassung von Organen und Gewebe des Körpers dar. Das bildgebende Verfahren wird dadurch ermöglicht, dass Magnet- und elektromagnetische Wechselfelder auf bestimmte Körperatome (Wasserstoffatome) wirken. Diese senden dadurch ein schwaches elektrisches Feld aus, welches dann auf einem Computer als ein-, zwei- beziehungsweise dreidimensionales Bild dargestellt wird.
Funktionsweise
Als Basis der Magnetresonanztomographie dient der Kernspin – daher auch der Name Kernspin-Tomographie. Protonen und Neutronen haben von sich aus eine Eigenbewegung und drehen sich ungerichtet um ihre eigene Achse, welches als Spin bezeichnet wird. Durch diese Eigenbewegung besitzen die Atome ein schwaches magnetisches Feld. Durch das im MRT erzeugte Magnetfeld werden nun alle Atome (Wasserstoffatome) in eine gleiche parallele Ausrichtung gebracht. Nun werden Radiowellen aus dem Gerät gesendet, wodurch sich die Ausrichtung wieder ändert. Bei der Abschaltung dieser Wellen, verfallen die Atome in die vorherige parallele Ausrichtung, die durch das Magnetfeld des MRT bestimmt ist. Nun senden die Atome leichte Radiowellen aus, die von dem Gerät empfangen und ausgewertet werden. Ein Bild entsteht.
Durchführung
Bei einer MRT-Untersuchung legt sich der Patient flach, auf dem Rücken liegend auf eine Liege, die anschließend in das Gerät hineinfährt. Nun werden die Aufnahmen gemacht, wobei sich der Patient ruhig verhalten muss, damit die aufgezeichneten Bilder gelingen. Je unruhiger der Patient liegt, desto länger dauert die Prozedur. Ein normaler Vorgang kann drei bis 15 Minuten dauern, abhängig von der Größe der zu durchleuchtenden Fläche.
Vorteile
Nicht nur, dass bei diesem Verfahren keine gesundheitsschädlichen Röntgenstrahlen verwendet werden, das resultierende Bild ist zudem viel genauer als ein CT. Auch werden einige Gewebestrukturen wie Nerven- und Hirngewebe erst durch ein MRT sichtbar gemacht. Da Gewebe mit viel Wassergehalt bei einer MRT besonders gut sichtbar sind, können Entzündungen und Tumore viel besser erkannt werden.
Nachteile
Tragen Patienten Metall am Körper, kann es nicht nur zu einer Bildstörung kommen, sondern auch zur Wanderung des Metalls aufgrund des Magnetfeldes, das ausgestrahlt wird, zudem kann es zu Erwärmungen kommen. Patienten mit einem Herzschrittmacher oder Metallsplittern unter der Haut sowie mit Make-Up oder Tattoos, die Metall enthalten, können aus diesem Grund nicht untersucht werden.
Der zeitliche Aufwand ist im Gegensatz zu anderen Untersuchungen enorm, zudem kann es bei der Verwendung von Kontrastmitteln zu einer allergischen Reaktion kommen.
Weitere Nachteile sind hohe Anschaffungs- und Betriebskosten sowie Klaustrophobie durch den geringen Durchmesser der Röhre und eine deutliche Lärmbelästigung durch die entstehenden magnetischen Kräfte.
Alternativen
Alternativ bieten sich zu der Magnetresonanztomographie das Ultraschallverfahren, ein CT sowie Herzkatheter-Untersuchungen und herkömmliche Röntgenaufnahmen an.