Maklerprovision umgehen beim Hauskauf

Der Wunsch vieler Menschen ist ein eigenes Haus – um die Nebenkosten zu mindern, würde so mancher Käufer gerne die Maklerprovision umgehen


Wer ein Hauskaufen möchte, muss Nebenkosten in Höhe von ungefähr neun Prozent des Kaufpreises hinzurechnen. Viele würden dabei gerne zumindest die Maklerprovision umgehen.

 

 

Maklerprovision umgehen – nur bei Privatkauf möglich

  • Der Erwerb einer Immobilie ist mit Nebenkosten verbunden. Diese setzen sich zusammen aus 3,5 Prozent Grunderwerbssteuer, 1,5 Prozent Notarkosten, ungefähr 0,5 Prozent Finanzierungsnebenkosten sowie 3,57 Prozent Maklerprovision. Umgehen kann der Käufer lediglich die Maklerprovision auf legalem Weg, wenn er einen Privatkauf tätigt, die anderen Kosten sind nicht senkbar.

 

  • Je nach Bonität werden von den Banken zwischen 20 und 40 Prozent Eigenkapital für eine Finanzierung beim Immobilienkauf verlangt. Zum Eigenkapital zählen neben Vermögen in Form von Guthaben oder sicherungsübereigneten Lebens- und Kapitalversicherung, Aktienfonds und der Gleichen auch Eigenleistung, diese erfolgt in der Regel in Form von Handwerksarbeiten.

 

  • Nicht vergessen werden darf, dass die Nebenkosten für den Erwerb der Immobilie in der Regel von den Kreditinstituten nicht finanziert werden, also in Form von Geldmitteln vorhanden sein müssen. Die Nebenkosten inklusive der Maklerprovision umgehen kann der Erwerber auf keinen Fall.

 

Immobilienerwerb in Zusammenarbeit mit einem Makler

  • Wer für den Erwerb einer Immobilie mit einem seriösen Makler zusammenarbeitet, hat nicht zu unterschätzende Vorteile. Der Makler ist Mittler zwischen Käufer und Verkäufer, dabei aber zur Neutralität verpflichtet. Er muss den Verkäufer auf rechtlich zweifelhafte Aussagen bezüglich seiner Immobilie hinweisen, sofern ihm diese bekannt sind, und schützt damit automatisch den Käufer. Hat der Makler zum Beispiel bei der Objektaufnahme gesehen, dass sich im Keller nasse Stellen befinden, darf er dem Interessenten dies nicht verschweigen.

 

  • Viele Immobilienerwerber wissen nicht, dass der Notar lediglich die rechtlichen Aspekte eines Vertrages prüfen muss. Er ist nicht verpflichtet weitere Angaben zum Objekt, wie baulichen Zustand oder Ähnliches zu begutachten – es sei denn, ihm fallen Ungereimtheiten auf, weil er beispielsweise das Objekt kennt.

 

  • Aus diesem Grund prüfen Makler Notarverträge und sorgen unter anderem auch dafür, dass Absprachen mitbeurkundet werden. Wer die Maklerprovision umgehen möchte und deshalb auf die Dienste des Maklers verzichtet, tut sich nicht immer einen Gefallen – es kann sich im Nachhinein als teuere Sparmaßnahme entpuppen.