Mariendisteltee - Leberstärkendes Heilelixier

Der Mariendisteltee ist nicht nur wohlschmeckend, sondern reinigt beim Verzehr auch die Leber.


Die Mariendistel ist nicht nur eine schöne Zierpflanze für den Garten, sondern zudem auch eine wichtige Heilpflanze. Bereits im Mittelalter wurde die Mariendistel aufgrund ihrer leberreinigenden Wirkung in deutschen Klostergärten angebaut und ist seit jeher fester Bestandteil der heutigen Medizin.

Herkunft und Verbreitung
Die Mariendistel entstammt der Familie der Korbblütler. Ihr Name lässt sich auf eine alte Legende zurückführen, die besagt, dass die weißen Flecken auf den Blättern der Mariendistel der Milch der Jungfrau Maria entstammen. Die Mariendistel wird bis zu 250 Zentimeter groß. Auffällig sind ihre großen grün- und weißmarmorierten Blätter, die kräftige Dornen aufweisen. Die Blüte der Mariendistel ist purpurrot gefärbt und kugelförmig. Die Pflanze findet man meist an Wegrändern oder auf Viehweiden, aber auch auf steinigen Böden. Sie ist vornehmlich zirkum-mediterran verbreitet, findet sich aber auch in Südwestasien, auf den Kanaren, Madeira oder auf den Azoren.

Mariendisteltee gegen Leberschäden
Die Mariendistel gilt heutzutage als das wirksamste pflanzliche Mittel gegen Leberschäden. Sie ist sogar synthetischen Medikamenten überlegen und wird deshalb in der Intensivmedizin bei leberzerstörenden Vergiftungen hoch dosiert zur Rettung von Menschenleben eingesetzt. Auch soll die Mariendistel Lungenkrebs verlangsamen können. Ausschlaggebend ist der in der Mariendistel enthaltene Wirkstof Silibinin. Dieser wirkt antitoxisch (entgiftend), regenerativ (erholend für die Leberzellen), antioxidativ (abschirmend vor Radikalen) sowie gallefördernd (die Fettverdauung fördernd). Aufgrund der hohen Wirksamkeit hat das Bundesgesundheitsamt die Mariendistel als offizielle Heilpflanze zur inneren Anwendung bei Leberentzündungen und Leberzirrhose anerkannt. Außerdem findet der Mariendistel Anwendung bei Beschwerden wie beispielsweise bei Gallenbeschwerden, Migräne, Reisekrankheit oder Krampfadern.

Zubereitung
Für die Herstellung des heilenden Tees werden heutzutage lediglich die zirka sieben Millimeter langen, eiförmigen Samen der Pflanze verwendet. Zwar kann man den Mariendisteltee in jeder Apotheke kaufen, jedoch lässt sich der Tee auch problemlos zuhause selber herstellen. Hierfür muss lediglich ein gehäufter Teelöffel mit frisch gepressten Mariendistel-Samen (diese gibt es ebenfalls in der Apotheke) mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergossen werden. Das Ganze 15 Minuten ziehen lassen und die Samen anschließend aussieben. Werden zusätzlich noch getrocknete Pfefferminzblätter hinzugefügt, wird die leberstärkende und entgiftende Wirkung des Tees noch gesteigert.