Marienkäfer als Nützlinge

Wenn Ihr Kind mal wieder einmal einen Marienkäfer mit nach Hause bringt, so sollten Sie sich freuen.


Marienkäfer gelten als Boten des Glücks. Kleine Kinder sind wild nach den possierlichen Tierchen, die so hübsch anzusehen sind. Und auch Erwachsene entdecken das Kind in sich wieder, wenn ein Marienkäfer zufällig angeflogen kommt. Woran liegt es? Am Aussehen sicherlich. Die rote Farbe und die schwarzen Punkte, die runde Form – das alles macht den Marienkäfer zu einem sehr hübschen Insekt! Aber der Marienkäfer ist nicht nur hübsch und niedlich, sondern auch ein wahrer Helfer im Garten.

Eine große Familie
In Deutschland ist der Marienkäfer weit verbreitet. Mit etwas 70 Arten finden wir hier bei uns von den insgesamt existierenden 4.500 Arten weltweit schon eine ganze Menge. Die Arten werden meist nach der Anzahl ihrer Punkte benannt, wie zum Beispiel der Sieben-Punkt-Marienkäfer.
Die kleinen Käfer fühlen sich in warmen Gebieten besonders wohl. Dort darf es aber nicht allzu windig sein. Aber auch in kälteren Klimazonen kann man den Marienkäfer finden. Er ist also ein wahrer Allrounder und nicht besonders anspruchsvoll, solang er genug zu essen findet.

Ein Helfer für alle Fälle
Der Marienkäfer ist der beste Freund des Gärtners, heißt es. Das kommt daher, da der kleine rote Punkteträger mit Vorliebe Blattläuse und Spinnmilben vertilgt. Aber auch Pilzrasen grast er ab und verhindert somit die Ausbreitungen von Pflanzenkrankheiten wie Schimmel oder Mehltau. Solch ein Befall, egal ob von Pilzsporen oder Schädlingen, ist meist nur von der berühmten chemischen Keule zu vertreiben, was weder besonders gut für Umwelt und Garten, als auch nicht gerade gnädig für dem Geldbeutel gegenüber ist. Dagegen kommen Marienkäfer meist von ganz allein und richten keinen langfristigen Schaden an. Was kann einem als Gärtner, Hobby-Florist oder Laie also besseres passieren, als kleine rote Freunde im Beet zu haben!?

Große Appetit auf Blattläuse
Was man dem Marienkäfer nicht ansieht, ist, dass er ein wahrer Vielfraß ist, denn er kann am Tag bis zu 100 Blattläuse verspeisen. Aber nicht nur die erwachsenen Tiere weisen einen gesunden Appetit auf. Bereits die Larven des Marienkäfers können in drei Wochen zwischen 400 und 600 Blattläuse verspeisen. Hinzu kommt, dass ein Marienkäfer im Frühjahr bis zu 400 Eier legen kann und damit für eine ganze Meute hungriger Mäuler sorgt, was, wenn man einmal nachrechnet, zu einem Gesamtverbrauch an Blattläusen von 100. 000 Stück pro Sommer führt.

Zu Hause in Ihrem Garten
Mittlerweile kann man, wenn man das Geld aufbringen möchte, Marienkäfer auch übers Internet via Lieferung bestellen. Allerdings ist das nicht nötig. Wer Angst hat, die kleinen Tierchen könnten den Weg in den eigenen Garten nicht finden, der sei beruhigt: Wenn sie über viele Blattläuse verfügen, dann sind Sie erste Anlaufstelle des Marienkäfers! Lassen Sie vielleicht vorerst die Finger von Pestiziden und warten Sie ab, ob dann mehr Marienkäfer kommen.