Markanter Hingucker: Der Herren Dufflecoat

Wind und Wetter können dem robusten Herren Dufflecoat nichts anhaben.


Nicht nur Matt Damon als Mr. Ripley macht im Dufflecoat eine gute Figur: Der schwere Mantel mit dem sportlichen Schnitt schlägt eine Brücke zwischen lässiger Freizeitmode und seriösem Business-Chic. Ein Herren Dufflecoat passt zu Jeans und Turnschuhen, kann aber auch bequem über dem Jackett getragen werden. Er schützt in der Freizeit und auf dem Weg ins Büro vor Kälte und Nässe. Für spezielle Looks wie den College-Look ist der Dufflecoat gar unverzichtbarer Bestandteil. Dieser Look, bekannt aus „Der Club der toten Dichter“, verrät etwas über den Weg des Dufflecoats in die Mode. Es waren Schüler und Studenten, die das praktische Kleidungsstück zuerst für sich entdeckten.

Warm, robust und praktisch
Der Dufflecoat ist ein dreiviertellanger, gerade geschnittener Mantel aus schwerem Wollstoff. Die Schultern sind von außen gedoppelt, um das Eindringen von Nässe bei Regen zu verzögern und zusätzlich zu wärmen. Er verfügt über eine gefütterte Kapuze. Ein Riegel schützt den Hals vor kalter Luft. Der Mantel hat lediglich zwei große aufgesetzte Taschen. Diese sind meist als Pattentaschen gearbeitet und befinden sich ungefähr in Hüfthöhe auf der Außenseite. Der Dufflecoat ist innen gefüttert, häufig mit einem Futterstoff im Karomuster. Einzigartiges Merkmal sind die auffälligen Knebelverschlüsse aus Holz oder Horn.

Erfolgreicher Landgang
Der Dufflecoat ist nicht von ungefähr darauf ausgelegt, Wind und Wetter zu trotzen: Der Mantel wurde für die britische Marine entworfen und wurde während der Arbeit an Deck getragen. Er schützte die Seeleute optimal vor Kälte, Wind und Nässe, die Taschen boten reichlich Stauraum und die Knebelverschlüsse ließen sich öffnen und schließen, ohne die Handschuhe auszuziehen. General Montgomery liebte seinen Dufflecoat, aber nach Kriegsende waren die Lager der Marine übervoll. Daher begann man, den Mantel unter den Zivilisten zu vermarkten. Der Dufflecoat ist nicht das erste Kleidungsstück, dass aus dem militärischen Gebrauch übernommen wurde. Die in der Freizeitmode beliebten Cargohosen, Armeejacken und Parkas waren ursprünglich ebenso Uniformteile wie der Trenchcoat, der sogar den Sprung in die Liga der formellen Kleidung geschafft hat.

Ein moderner Klassiker
In der Freizeitmode ist der Dufflecoat längst als moderner Klassiker etabliert und nicht nur Studenten und Künstler schätzen den Dufflecoat als echten Allrounder. Im Bereich der formellen Kleidung ist es immer noch Ermessenssache, ob ein Herren Dufflecoat als passend empfunden wird. Wenn es wirklich formell zugehen soll oder die Unternehmenskultur eher konservativ ist, sollten Sie lieber einen Trenchcoat oder einen klassischen Herrenmantel tragen. In der Damenmode ist der Trenchcoat mittlerweile in einer Vielzahl an Farben und auch in Karomustern erhältlich, bei den Herren geht es konservativer zu. Üblicherweise ist ein Herren Dufflecoat einfarbig marineblau oder beige, etwas seltener sind schwarz und weinrot zu sehen.