Marmor polieren - worauf achten?

Marmor polieren sollte gut überlegt sein, doch ist es manchmal die einzige Lösung den edlen Boden in altem Glanz erstrahlen zu lassen.


Edler Natursteinboden gehört zu den luxuriösesten Ausstattungen, die man in Haus oder Wohnung besitzen kann. Besonders Marmor erfreut sich wegen seines edlen Glanzes und der aufwändigen Verarbeitung großer Beliebtheit. Doch das Leben hinterlässt wohl oder übel Spuren, die auch an einem Marmorboden nicht vorbeigehen. Dann ist Marmor polieren manchmal die einzige Lösung.

Vor dem Marmor polieren schon aufpassen
Marmor gehört zu den Kalksteinen. Er hat eine kristalline Struktur und ist wegen seines Kalkgehaltes sehr säureempfindlich, daher sollte der Kontakt mit sauren Reinigern oder Fruchtsäften unbedingt vermieden werden. Ansonsten sollte bei Kontakt die Flüssigkeit sofort mit einem saugfähigen Tuch abgetupft werden. Doch man kann nicht immer so aufmerksam mit einem Boden umgehen, schließlich gerät man im Alltag auch ab und an in Hektik, hat Stress oder andere Dinge im Kopf. So wird der Marmor mit der Zeit nicht nur chemischen sondern auch mechanischen Belastungen ausgesetzt. Dreck an Schuhsohlen kann die kristalline Oberfläche zerstören und es können sich mit der Zeit Laufstraßen abzeichnen.

Marmor polieren will gut überlegt sein
Welche Oberflächenbehandlung für den Marmor die richtige ist, sollte man bei Unsicherheit am besten mit einem Natursteinfachhändler besprechen. Oft hilft schon eine normale Reinigung. Hat man sich dann doch einmal für das Polieren entschieden, sollte man sich zunächst in Drogerien, Baumärkten oder beim Fachhändler nach einer geeigneten Politur und einem Oberflächenaufbereiter umsehen. Es sollte genau kalkuliert werden, wie viel der Mittel benötigt wird, denn Marmor verträgt nur eine sanfte und schonende Behandlung. Daher sollte man für die Politur an sich auch viel Zeit einplanen, damit der Marmor am Ende nicht noch mehr in Mitleidenschaft gezogen wird als vorher. Das passende Gerät gibt es ebenfalls in Fachgeschäften. Für sehr kleine Flächen eignet sich schon ein weiches Tuch. Größere Teile, besonders Wände und verwinkelte Flächen, werden mit einem Handgerät poliert. Handelt es sich um einen Marmorboden, kümmert man sich am besten um eine große Bodenmaschine, denn diese erzielt optimale Ergebnisse auf größeren Flächen. Wenn man nicht sicher ist, ob der Boden die besorgten Mittel verträgt, probiert man am besten an einer verdeckten Stelle, ob die Pasten geeignet sind. Daher ist es immer ratsam beim Verlegen der Marmoroberflächen eine Probeplatte aufzubewahren.

Zur Not einen Fachmann ranlassen
Wenn einem das Risiko zu hoch ist, dass der Marmor irgendetwas nicht vertragen könnte, sollte man lieber einen Fachmann den Marmor polieren lassen. Von ihm bekommt man optimale Beratung für seinen individuellen Marmorbelag und umgeht eventuell auch noch unliebsame Kosten für unnötige Reinigungsmittel. Eines sollte man sich allerdings auch noch bewusst machen: Nach dem Marmor polieren ist der Boden sehr rutschig, also gut Acht geben, wenn mal wieder Hektik in den Alltag kommt.