Masai Walking: Wie barfuß gehen

Das Besondere am Masai Walking? Die Schuhe, mit denen das Gefühl entsteht, man würde barfuß laufen.


Dass Walking ein schonender Sport ist, um fit zu bleiben, ist bekannt. Wer auf Nordic Walking keine Lust hat, kann es ja mal mit Masai Walking versuchen. Hierfür braucht man auch keine speziellen Stöcker – sondern Schuhe, die nach der Masai-Barfuß-Technologie (MBT) entwickelt wurden. Denn im ostafrikanischen Stamm der Masai läuft jeder barfuß – und das über immer leicht unebenen Grund. Das scheint dem Stamm gut zu tun, hat doch jeder und jede Masai eine perfekte Körperhaltung. Kreuz-, Hüft- oder Knieschmerzen sind den Masai daher vollkommen unbekannt.

Barfuß – oder mit speziellen Schuhen
Wer sich nun am Masai Walking versuchen will, kann entweder barfuß auf weichem, unebenen Naturboden laufen. Das ist im Alltag jedoch leider oft nicht möglich. Wer sich primär auf hartem Boden bewegt, hat mit den speziellen MBT-Schuhen, aber das Gefühl, er würde barfuß gehen.
Die speziellen Sohlen der Schuhe sorgen dafür, dass der Körper auch auf harten Böden optimal physiologisch trainiert wird. Das Gelenk wird nicht künstlich durch den Schuh stabilisiert wie bei einem herkömmlichen Laufschuh. Stattdessen wird die Muskulatur aufgebaut, die hilft, das Gelenk zu stützen und zu stabilisieren.

Auch für den Alltag bequem
Die spezielll geformten Sohlen regen nämlich die Muskulatur an, kleine Ausgleichsbewegungen durchzuführen. Denn der Schuh sorgt für eine leichte Instabilität, die der Körper immer wieder versucht auszugleichen. Dabei streckt sich der Körper von ganz allein, die Körperhaltung verbessert sich, und verschiedene Muskelpartien werden angespannt – etwa so wie beim Spaziergang barfuß im Wald oder am Strand.
Die Schuhe mit der dicken, weichen, abgerundeten Sohle, sehen ein wenig wie Plateauturnschuhe aus und sind trotz vielfältiger Designs nicht unbedingt als modisch zu bezeichnen. Doch mit dem Schuhwerk, das ab etwa 100 Euro erhältlich ist, geht man deutlich aufrechter. Daher sind sie auch für Menschen, die im Alltag viel stehen müssen, geeignet.

Das Masai Walking Konzept
Das Konzept hinter Masai Walking besteht aus 200 Übungen. Diese sind in zehn Module mit verschiedenen Zielsetzungen unterteilt. Manche trainieren zum Beispiel die Ausdauer, andere die Kraft oder die Koordination. Dabei wird alles über den Fuß ausgeführt, die Muskulatur des ganzen Körpers wird trainiert. Bei einer Trainingsstunde beginnt man zuerst mit dem Aufwärmen und dem Einstimmen auf das Walking. Daraufhin werden die Koordination und die Technik trainiert. Oft kommen auch Handgeräte zum Einsatz, sodass aus der Walkingstunde ein Ganzkörpertraining wird. Hiernach wird die Ausdauer durch das Walking trainiert.

Gelenkschonende Fitness
Beim Masai Walking werden alle wichtigen Muskeltruppen trainiert, außerdem werden die Knie- und Hüftgelenke und der Rücken bei dieser Walkingform entlastet. Obwohl der Trainingseffekt also sehr hoch ist, werden die Gelenke so gut wie gar nicht belastet. Gleichzeitig ist eine Masai Walking-Stunde eine perfekte Bauch-Beine-Po- Übung: Genau diese Muskulatur wird beim Walking durch das aufrechte Gehen nämlich besonders gestärkt. Da so viele Musklen tainiert und angespannt werden, werden auch viele Kalorien verbrannt. Das Masai Walking ist ein ganzheitliches Training. Viel entscheidender als das Trainieren der Ausdauer ist die Koordination und der Muskulaturaufbau.