Masern - Eine Krankheit, die nicht zu unterschätzen ist

Masern können schwerwiegende Folgen wie zum Beispeil gefährliche Mittelohr- oder Lungenentzündungen oder eine Herz-Kreislauf-Schwäche haben.


Anders als die langläufige Meinung besagt, sind Masern keine harmlose Kinderkrankheit. Weltweit sterben jährlich etwa  eine Million Menschen an den Folgen der hoch ansteckenden Infektionskrankheit, die auch Jugendliche und Erwachsene betreffen kann. Komplikationen können gefährliche Mittelohr-, Lungen-, Hirnhautentzündungen oder eine Herz-Kreislauf-Schwäche auslösen. Im schlimmsten Fall sind die Folgen tödlich.

 

Eine gefährliche Spätfolge der Masern ist die SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis). Dieser tödliche Krankheitsverlauf löst einen schleichenden Verfall des Gehirns aus und ist unbehandelbar.

 

Impfschutz kann Leben retten
Erkrankt ein Mitglied der Familie, sollte man unbedingt Säuglinge auch vor Vollendung des ersten Lebensjahres impfen. Die kombinierte Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln wird gewöhnlich erst nach dem ersten Jahr empfohlen. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern wird in Deutschland erst recht spät geimpft. Der Hintergrund ist der so genannte Nestschutz. Durch die Plazenta werden mütterliche Antikörper auf den Embryo übertragen. So profitiert der Säugling in den ersten Monaten von dieser Leihimmunität. Die Wirkung kann jedoch im Einzelfall sehr unterschiedlich ausfallen.

 

Symptome und Beschwerden
Masern sind eine Erkrankung der Atemwege. Erste Anzeichen für die Infektionskrankheit sind grippeähnliche Symptome, wie Fieber, Husten und Augenrötungen. Erkennbare helle Flecken auf der Wangenschleimhaut weisen auf die folgende Entzündung der Schleimhäute hin. Auch die Augenbindehaut ist betroffen. Eine erhöhte Temperatur über 40 Grad erreicht ihren Höhepunkt. Nach circa fünf Tagen ist diese erste Phase des Krankheitsverlaufs mit einem Fieberschub, dessen Temperatur nicht selten 40 Grad übersteigt beendet und der charakteristische Hautauschlag wird sichtbar.

 

Woher kommen die roten Punkte?
Der Hautauschlag befällt nach und nach den gesamten Körper. Die rötliche Fleckung beginnt meist hinter den Ohren und zieht sich vom Kopf über den Rücken bis zu den Beinen hin. Auch eine Schwellung der Lymphknoten und Gelenkschmerzen sind häufig festzustellen. Nach erneuten fünf Tagen verblassen im Normalfall die roten Flecken und hinterlassen eine Schuppung auf den betroffenen Hautpartien. Nach einer überstandenen Masernerkrankung kommt es zu einer vorübergehenden Immunschwäche. Etwa vier bis sechs Wochen ist der Körper vor anderen Infektionen nicht geschützt, während bei dem Erkrankten jedoch eine lebenslange Immunität gegenüber Masern besteht.