Massage - Entspannung für den Alltag

Wer freut sich nicht darüber, wenn man nach Hause kommt und vom Partner eine Massage bekommt? Allerdings sollte bei einer unprofessionellen Massage die Wirbelsäule in Ruhe gelassen werden.


Wer sehnt sich nach einem anstrengenden Tag nicht nach einer wohltuenden Massage? Meist muss der Partner herhalten und den Rücken und die Schulterpartien kräftig durchkneten. Doch die klassische Massage (auch schwedische Massage genannt) trägt nicht nur zur Entspannung bei, sondern ist viel mehr eine alternative und unterstützende Heilmethode. In der Medizin werden Massagen gegen Rücken- und Kopfschmerzen verschrieben.

Entspannung für Körper und Geist
Nach einem langen Arbeitstag verlangt der ganze Körper nach Ruhe und Erholung. Hier kann eine Ganz- oder Teilkörpermassage ansetzen. Sie löst Verspannungen, belebt den müden Körper und vermindert negative Alters- und Alltagserscheinungen. Bereits bei einer kurzen Massage zeigen sich erste Auswirkungen. Durch die verschiedenen Handgriffe wie Streichungen, Knetungen und Klopfungen wird die Haut stimuliert. Es werden weniger Stresshormone ausgeschüttet, Verspannungen lösen sich und die Durchblutung des Muskel- und Bindegewebes wird gefördert. Doch eine Massage kann noch mehr leisten. Sie unterstützt die Heilung nach Verletzungen und Operationen. Auch im Sport führen sanfte Bewegungen zu einer schnelleren Erholung der angestrengten Muskelpartien. Weitere Anwendungsgebiete der klassischen Massage sind Muskelschmerzen, Lähmungserscheinungen und narbige Verwachsungen der Haut.

Verschiedene Arten der Massage
Während die Massage auch zum psychischen Stressabbau beiträgt, behandelt man heute ebenso innere Organe durch eine Massage. Die entsprechende Technik nennt sich reflektorische Massage. Hierbei soll ein gezielter Druck auf eine bestimmte Körperstelle das innere Organ heilend beeinflussen. Hierunter fallen Fuß- und Handreflexzonenmassagen sowie die Akupressur. Andere Massagen setzen auf die direkte Wirkung der gezielten Handbewegungen. Hierzu zählen unter anderem die Bürstenmassage oder die Lymphdrainage. Für jedes Bedürfnis gibt es eine spezielle Anwendungsform, die sich der Beschwerden annimmt.

Wann sollte man nicht massieren?
Bei bestimmten Vorerkrankungen sollte ganz auf eine Massage verzichtet werden. So stellen offene Wunden, traumatische Verletzungen, Erkrankungen der Gefäße und starke Verbrennungen eine Gegenanzeige dar. Besonders bei stark belasteten Venen, Krampfadern und verstopften Blutgefäßen (Thrombosen) darf nicht massiert werden. Auch bei entzündlichen Hautkrankheiten ist Vorsicht geboten. Der Kontakt der Hände mit der erkrankten Haut kann weitere Infektionen auslösen, die Keime werden verschleppt, sogar der Massierende kann angesteckt werden.

Fragile Wirbelsäule
Besonders vorsichtig sollte mit der Wirbelsäule umgegangen werden. Im Bereich der Halswirbelsäule darf die Muskulatur nur mit gemindertem Druck massiert werden, da der Abstand zwischen Muskulatur und Wirbelsäule sehr eng ist und zu einer Reizung der Knochenhaut führen kann. Auch bei Wirbelsäulen- und Bandscheibenerkrankungen, etwa der Skoliose oder dem Bandscheibenvorfall ist enorme Vorsicht geboten. Denn ein falscher Handgriff führt zu weiteren Schmerzen und verändert das sensible Wirbelsäulengefüge.
Generell sollte eine medizinisch indizierte Massage nur von geschulten Personen, etwa einem Physiotherapeuten, appliziert werden.

Tipps für eine gelungene Massage
Eine entspannte Atmosphäre ist die Basis einer erfolgreichen Massage. Ein angenehmes ätherisches Öl in der Duftlampe, eine CD mit angenehmen Naturgeräuschen und eine Raumtemperatur zwischen 22 und 28° schaffen die Grundlage. Die gerade nicht massierten Stellen sollten mit einem Handtuch abgedeckt werden, damit sie nicht auskühlen. Denn Kälte ist ein Entspannungskiller. Aus diesem Grund sollten auch die Hände vor dem ersten Hautkontakt angewärmt werden. Ebenfalls essenziell: Baby- oder Massageöl; auch Olivenöl ist geeignet, dieses macht die erforderlichen gleitenden Bewegungen leichter und sorgt zudem für ein harmonisches Hautgefühl. Nun können die Hände beginnen, in langsamen kreisenden Bewegungen über die Haut zu gleiten. Doch hier gilt: immer auf die Gefühle und Stimmungen des zu Massierenden eingehen, denn bei Schmerzen oder Unwohlsein muss sofort aufgehört werden.