Medizinische Berufe: Aussichten für Studenten

Medizinische Berufe erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit.


Medizin gilt als ein prestigeträchtiges Studienfach und ist bei Abiturienten nach wie vor sehr beliebt. Jahr für Jahr bewerben sich unzählige für ein Medizinstudium. Beweggründe können dabei ganz unterschiedlicher Art sein. So ist für die einen das wissenschaftliche oder medizinische Interesse ausschlaggebend, für andere ist der Umgang mit Menschen oder das „Helfen wollen“ entscheidend. Doch welche Karrierechancen bieten sich Studenten, wenn sie medizinische Berufe erlernen wollen?

Welche Richtung schlage ich ein?
Ein abgeschlossenes Medizinstudium bietet verschiedene Möglichkeiten. Die meisten Mediziner arbeiten später in Krankenhäusern oder Praxen. Andere versuchen ihr Glück in der Forschung oder der Pharmazie. Nicht alle Richtungen erfüllen allerdings den Wunsch vom großen Geld und den spannenden Job, wie es im Fernsehen immer so schön gezeigt wird. Gerade die Bedingungen für junge Assistenzärzte in Kliniken sind nicht gerade rosig. Sie werden häufig schlecht bezahlt und müssen im Verhältnis dazu sehr viel arbeiten.

Ärztemangel in Deutschland
Dabei stehen die Chancen in Deutschland einen Job zu bekommen derzeit sehr gut, denn es herrscht ein großer Mangel an Ärzten. Dies hat verschiedene Hintergründe. Zum einen fehlt es an Studienplätzen im Fach Medizin (im Verhältnis zu benötigten Fachkräften), zum anderen zieht es immer mehr Mediziner in nicht-klassisch medizinische Berufsfelder, wo sie dann beispielsweise bei Krankenkassen, in der Verwaltung oder in pharmazeutischen Unternehmen arbeiten. Zudem suchen viele den Weg ins Ausland. Beliebte Ziele sind vor allem die Schweiz, Großbritannien, die USA oder Skandinavien, wo sowohl die Bezahlung als auch die Arbeitsbedingungen besser sind als in Deutschland.

Frühzeitig für eine Fachrichtung entscheiden
Attraktive Jobangebote sind in der Regel Mangelware. Daher bietet es sich an, sich schon während des Studiums neben dem theoretisch, medizinischen Wissen auch andere Kenntnisse anzueignen. Dabei können sowohl organisatorische und technische Fähigkeiten als auch soziale Kompetenz von Vorteil sein, um sich später gegen Konkurrenten durchsetzen zu können. Des Weiteren erleichtert eine frühzeitige Orientierung den Einstieg ins Berufsleben. So können, beispielsweise durch Praktikum, Famulatur oder praktisches Jahr im angestrebten Fachbereich, entscheidende Weichen gestellt werden.

Der lange Weg zum Facharzt
Um sich als Arzt niederlassen zu können, bedarf es einer Facharztausbildung. Diese weitere praktische Phase der Ausbildung dauert in der Regel vier bis sechs Jahre, die als Assistenzarzt in Krankenhäusern absolviert wird. Dabei können unterschiedliche Fachrichtungen eingeschlagen werden, beispielsweise Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Chirurgie oder Innere Medizin. Die Facharztausbildung wird mit einer Facharztprüfung abgeschlossen. Nach dem Facharzt bestehen weitere Möglichkeiten der Weiterbildung.
Die Ausbildung für medizinische Berufe ist meist lang und hart, es bedarf also gründlicher Überlegung diesen Weg einzuschlagen.