Meine Gehaltsvorstellung formulieren: So kann nichts schief gehen

Wenn Sie in einem Bewerbungsschreiben Ihre Gehaltsvorstellungen formulieren müssen, sollten Sie auf jeden Fall versuchen, so realistisch wie möglich zu sein.


Es ist ohnehin nicht so einfach, ein wirklich gutes und überzeugendes Bewerbungsschreiben zu verfassen, aber eine der heikelsten Aufgaben ist es, wenn man darin gleich seine Gehaltsvorstellungen formulieren soll. Denn hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Liegen Sie mit Ihren Vorstellungen zu weit über dem Niveau, dann wird Ihre Bewerbung mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit sofort aussortiert. Setzen Sie Ihren Marktwert jedoch zu niedrig an, dann haben Sie zwar Chancen, in das engere Feld der Bewerber mit einbezogen zu werden, aber dabei gilt es auf jeden Fall zu bedenken, dass eine spätere Korrektur nach oben einiges an Verhandlungsgeschick erfordern wird.

 

Zunächst gilt es, sich gründlich zu informieren

  • Unabhängig davon, ob Sie in einem Bewerbungsschreiben gleich Ihre Gehaltsvorstellung formulieren müssen oder nicht, ist die Frage nach der richtigen Bezahlung für den zukünftigen Job eine sehr entscheidende. Wer bereits eine feste Anstellung hat und sich lediglich beruflich verbessern möchte, hat im Poker um Gehalt und Konditionen in der Regel eine bessere Verhandlungsposition, denn es gibt nichts zu verlieren sondern lediglich zu verbessern.
  • Anders sieht es für Neueinsteiger aus oder Menschen, die arbeitslos geworden sind. In jedem Fall ist es jedoch wichtig, sich zunächst eingehend darüber zu informieren, welches Gehalt für den gewünschten Job überhaupt angemessen ist. Sollte es sich um einen Beruf handeln, der nach Tarif bezahlt wird, dann ist es möglich, konkrete Informationen beispielsweise über die betreffende Gewerkschaft zu erhalten. Wenn die Möglichkeit besteht, ist es immer ratsam, sich persönlich bei Freunden, Kollegen oder Bekannten zu informieren, die bereits über eine vergleichbare Anstellung verfügen. Aufschluss über die verschiedensten Branchen geben aber auch Gehaltstabellen im Internet.
  • Bevor Sie Ihre Gehaltsvorstellung formulieren, sollten Sie diesen Schritt gründlich planen. Informieren Sie sich möglichst über verschiedene Quellen und bedenken dabei auch Ihren persönlichen Kostenrahmen der notwendigen Ausgaben für den Lebensunterhalt.

Signalisieren Sie Verhandlungsbereitschaft

  • Wer bereits in der schriftlichen Bewerbung seine Gehaltsvorstellung formulieren soll, gibt diese in der Regel mit dem Jahreseinkommen an. Machen Sie darüber hinaus deutlich, ob sich dieser Gehaltswunsch auf zwölf oder dreizehn Monatsgehälter bezieht. Weitere von Ihnen erwartete Leistungen wie Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen oder ähnliches sollten dann ebenfalls bereits zum Ausdruck gebracht werden.
  • Da es in vielen Fällen kaum möglich ist, die konkreten Vorstellungen des zukünftigen Arbeitgebers sofort genau zu treffen, ist es sinnvoll, Verhandlungsbereitschaft über die angegebene Gehaltsvorstellung zu signalisieren. Grundsätzlich gilt, dass Sie nur dann schriftlich Ihre Gehaltsvorstellung formulieren sollten, wenn dies auch ausdrücklich in der Stellenanzeige verlangt wurde. Denn besser ist es, die Gehaltsverhandlungen in einem persönlichen Gespräch zu führen.