Meldepflicht bei Auslandsüberweisungen - rechtliche Grundlagen

Eine Meldepflicht bei Auslandsüberweisungen besteht - wie auch bei grenzüberschreitenden Bar- oder Scheckzahlungen - sobald der Betrag die Meldegrenze von 12.500 Euro überschreitet.


Grenzüberschreitende Überweisungen, Bar- oder Scheckzahlungen sind grundsätzlich meldepflichtig, wenn sie den - nach der AWV (Außenwirtschafts-verordnung) - festgelegten Meldefreibetrag von (zur Zeit) 12.500 Euro überschreiten. Die Meldepflicht bei Auslandsüberweisungen besteht direkt gegenüber der Bundesbank. Bei der Bundesbank erhält man für diese Meldung einen Vordruck, der dann nur nur noch ausgefüllt und eingereicht werden muss. Informationen zur Ausführung von Auslandsüberweisungen - und zum benötigten Meldevordruck - kann man über die Hotline der Bundesbank einholen. Die gebührenfreie Nummer - 0800 1234 111 - ist allerdings nur vom Festnetz aus erreichbar. Wer lieber im Internet nachsehen möchte, der kann die gewünschten Informationen auch unter www.bundesbank.de abrufen.

 

 

IBAN und BIC

 

  • Neben den Informationen zu der Meldepflicht bei Auslandsüberweisungen, sollte man sich auch darüber informieren, ob eine Ausführung der Überweisung in der gewünschten Währung möglich ist. Aus devisenrechtlichen Gründen ist das nicht immer der Fall. Im Zahlungsauftrag kann angegeben werden, in welcher Währung die Zahlung ausgeführt werden soll. Angegeben wird dort auch die IBAN (International Bank Account Number), eine internationale Kontonummer, die den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr vereinheitlicht.

 

  • Die IBAN ermöglicht somit eine weltweit vollautomatische Abwicklung sämtlicher Tranfers. Die maximal 34 Stellen lange Nummer wird durch eine Landeskennung ergänzt. Zur Sicherheit wird der International Bank Account Number noch eine Prüfziffer hinzugefügt. Ebenfalls im Zahlungsauftrag angegenben wird der Bank Identifier Code (BIC) - ein weltweit normierter Code, durch den durch das Banken-Kommunikations-Netzwerk jede Bank (weltweit) erreicht wird. Der acht- oder elfstellige Code dient, im Bezug auf den internationalen Zahlungsverkehr, als Bankleitzahl.

 

 


Euro und EWR-Währungen

 

  • Die Ausführungsfrist bei Auslandsüberweisungen in Euro oder einer EWR-Währung - beträgt vier Geschäftstage. Die Abkürzung EWR steht für den Europäischen Wirtschaftsraum. Zu den EWR-Staaten gehören Island, Lichtenstein und Norwegen.

 

  • Rechtlich wichtig ist es die Meldepflicht bei Auslandsüberweisungen zu beachten. Wichtig für eine schnelle und reibungslose Abwicklung der Auslandsüberweisung, ist die vollständige und richtige Angabe der International Bank Account Number des Empfängers und des richtigen Bank Identifier Codes des Empfängerinstituts.