Meningokokken Impfstoff - Gegen Erreger der Hirnhautentzündung

Die Bakterienart Meningokokken ruft die Hirnhautentzündung Meningitis hervor. Der Meningokokken Impfstoff ist ein guter Schutz gegen die Krankheit, die oft Kinder befällt.


Meningokokken sind Bakterien, die eine Hirnhautentzündung (Meningitis) verursachen können. Am häufigsten sind Kinder bis zum zweiten Lebensjahr von einer akuten bakteriellen Hirnhautentzündung betroffen. Jugendliche und Erwachsene erkranken wesentlich seltener. Da die Meningokokken durch eine Tröpfcheninfektion übertragen werden, kann es unter Umständen zu kleinen Epidemien kommen.

Ohne Behandlung tödlich
Kindergärten und Schulen sind ideale Übertragungsorte für das Bakterium. Meningokokken können Folgeschäden wie geistige Behinderungen und Lähmungserscheinung hinterlassen. Die Sterberate liegt bei etwa 10 Prozent, bei einer unbehandelten bakteriellen Hirnhautentzündung endet der Krankheitsverlauf zu 50 Prozent tödlich.

 

Symptome einer Meningitis
Die ersten Frühsymptome einer Meningitis sind neben Fieber, Kopf- und Halsschmerzen, ein steifer Nacken und Übelkeit, die zum Erbrechen führt. Ein weiteres Anzeichen für eine akute bakterielle Hirnhautentzündung ist ein Hautausschlag. Kleine Blutgefäße entzünden sich im Körper und färben die Haut stellenweise mit roten und violetten Flecken. Bei Kindern bis zu zwei Jahren können sich die Fontanellen (weiche Stellen zwischen den Schädelknochen) hervorwölben, da die Gehirnflüssigkeit nicht abfließen kann. Um eine Hirnhautentzündung zu diagnostizieren, wird im Allgemeinen eine Lumbalpunktion (Entnahme der Rückenmarksflüssigkeit im Bereich des Lendenwirbels) durchgeführt. Bei schweren Fällen beginnt man noch vor der Diagnose mit der Verabreichung von verschiedenen Antibiotika. Kindern wird zusätzlich Kortison verabreicht, um die Entzündungsreaktionen zu lindern.

 

800 Erkrankungen jährlich in Deutschland
Bei Verdacht auf eine bakterielle Hirnhautentzündung muss sich der Erkrankte umgehend in ärztliche Behandlung begeben, denn die Meningitis kann innerhalb von Stunden zum Tod führen. In Deutschland werden bis zu 800 Neuerkrankungen jährlich gezählt. Doch in Entwicklungsländern liegt der Durchschnitt viel höher. Es ist also ratsam, sich vor einer Reise in diese Gebiete vorbeugend den Meningokokken Impfstoff verabreichen zu lassen. Dazu zählen vor allem Afrika, Asien und Südamerika.

Meningokokken Impfstoff rettet Leben
Auch Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, die im Kindesalter keine Standard-Impfung erhalten haben, sollten eine Immunisierung durch den vornehmen lassen. Wie bei der Pneumokokken-Impfung handelt es sich auch bei den Meningokokken um einen Totimpstoff. Inaktive und tote Bakterien werden dem Körper verabreicht und lösen somit die Bildung der Antikörper aus. Der Impfschutz wird maximal drei Wochen nach der Impfung aktiv und muss bei Erwachsenen gegebenenfalls alle fünf Jahre, bei Kleinkindern nach zwei Jahren aufgefrischt werden. Als Nebenwirkungen kann eine leichte Lokalreaktion aus Rötungen und Schwellungen rund um die Injektionsstelle auftreten. Weitere Impfreaktionen sind Verdauungsstörungen und eine leicht erhöhte Temperatur. 

 

Mehr Informationen zur Meningitis finden Sie in der Rubrik Krankheiten.