Sie wollen mit dem Rauchen aufhören? Toll! Wir stellen Ihnen die wichtigsten Methoden zur Raucherentwöhnung vor.
Silvester-Methode
Eine Unterform des Schlusspunktverfahrens ist die Silvester-Methode. Hier wird nicht ein beliebiger Tag festgesetzt, der den Anfang des Nichtraucherlebens bilden soll; der Neujahrstag ist dieser Stichtag. Diese Methode wird besonders gern von Rauchern angewandt, die noch nie eine Tabakentwöhnung versucht haben. Das neue Jahr ist bekanntlich voller neuer Chancen und Möglichkeiten. Was eignet sich jetzt besser, als sich den Tabak-Stopp vorzunehmen? Neben dem Wunsch, Gewicht zu verlieren, ist der Nikotinentzug einer der beliebtesten Neujahrsvorsätze. Theoretisch ist diese Idee ein guter Plan, denn es finden sich viele willige Mitstreiter, mit denen man in Krisen Erfahrungen austauschen kann. In der Gruppe ist es bekanntlich sogar leichter, ein Vorhaben auch in die Tat umzusetzen. Ist der Entschluss zum Aufhören erstmal gefasst, kann in den Weihnachtsfeiertagen noch mal ausgiebig dem Laster gefrönt werden. Die allgemeine Festtagsstimmung schafft positive Gefühle und setzt Glückshormone frei- eine ideale Ausgangssituation, um mit dem Entzug zu beginnen.
Wenn nicht das große Aber wäre. Neujahrsvorsätze funktionieren nie über einen längeren Zeitraum hinweg, weil sich die Alltagsstimmung schnell wieder einstellt. Schnell fällt man in alte Verhaltensweisen zurück. Die Ausgangssituation ist denkbar schlecht: Der Neujahrstag, eigentlich als Tag der Ruhe und Entspannung gedacht, stellt nun den Körper vor Höchstleistungen, er muss entgiften und gleichzeitig mit den beschwerlichen Entzugserscheinungen zurecht kommen. Auch die ersten Arbeitstage nach den Feiertagen sind stressreich und arbeitsintensiv. Es wird nur sehr willensstarken und motivierten Rauchern gelingen, den Entzug auch bis zum Ende durchzuhalten.
Raucherentwöhnung durch Reduktion
Bei der Reduktionsmethode wird die Anzahl der täglichen Zigaretten schrittweise heruntergefahren. Eine detaillierte Protokollführung soll den Prozess erleichtern. Es wird empfohlen, vor jedem Anzünden einer neuen Zigarette die Anzahl zu notieren, da man sich so bewusst für die Zigarette entscheiden muss. Bestimmte, vorher festgesetzte Tageslimits, müssen eingehalten werden.
Diese Methode eignet sich besonders für Raucher mit hohem Zigarettenkonsum, da die nötigen Verhaltensänderungen schrittweise erreicht werden. Allerdings darf die festgelegte Tagesration Zigaretten auch nicht überschritten werden. Disziplin ist für diese Methode also ebenso wichtig wie für die Schlusspunktmethode. Auch Raucher, die mit der Schlusspunktmethode keine dauerhaften Erfolge erzielen konnten, können die Reduktionsmethode anwenden.
Die Entwöhnung auch tatsächlich einzuhalten, fällt besonders in Ausnahmesituationen sehr schwer. Bei Stress, Feiern oder körperlichen Belastungen steigt das Risiko eines Rückfalls in alte Gewohnheiten beträchtlich. Auf Nikotinersatzpräparate sollte bei diesem Verfahren verzichtet werden, da diese in Verbindung mit Zigaretten zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen können.